Magazinrundschau - Archiv

Gizmodo

3 Presseschau-Absätze

Magazinrundschau vom 03.03.2015 - Gizmodo

Als Partner betrieben T.J. Cobden Sanderson und Emery Walker Anfang des 20. Jahrhunderts die englische Privatpresse Doves Press; ihre Bücher, von Hand gesetzt in der legendären Doves-Type, gelten als unübertroffene typografische Meisterwerke. Als sie sich überwarfen, versenkte Cobden Sanderson die Bleilettern - womöglich Hunderttausende - in der Themse, um zu verhindern, dass sie nach seinem Tod Walker zufallen, der sie einer maschinellen Verwendung zuführen könnte. Hundert Jahre später, im November 2014, gelang es dem Designer Robert Green, rund 150 davon zu bergen. Kelsey Campbell-Dollaghan erzählt die faszinierende Geschichte, in der sich laut Green auch der aktuelle Medienwandel spiegelt: ""Die Industrielle Revolution jagte ihnen eine Heidenangst ein und zwar zu recht", sagt Green über die Jahrhundertwende-Designer und weist darauf hin, dass die Digitalisierung die Arbeit von Grafikdesignern weiter abgewertet hat. "Sie wurde vollkommen entwertet. Es ist sehr schwer geworden, als Grafikdesigner seinen Lebensunterhalt zu verdienen." Dagegen erfreuen sich traditionelle Methoden wie der Typendruck wieder wachsender Beliebtheit. "Die Leute wenden sich dem Kunsthandwerk zu, um Geld zu verdienen", sagt Green, so ähnlich wie es auch Cobden Sanderson und seine Zeitgenossen taten. Nicht nur, weil es ihrer Arbeit Authentizität verleiht, sagt er, sondern auch "weil es Spaß macht"."


Die legendäre Doves-Type, behutsam modernisiert von Robert Green.

Magazinrundschau vom 20.11.2012 - Gizmodo

Jeff Wise schreibt ein ziemlich filmreifes Porträt über John McAfee, den Gründer der gleichnamigen Virenschutzfirma, der sein Vermögen in Belize verzehrt - oder besser verzehren wollte, denn nun ist er auf der Flucht vor der Polizei des karibischen Landes, die ihn wegen Mord an seinem Nachbarn sucht (mehr hier). Laut Guardian hat er auf seiner Flucht aber genug Zeit zu bloggen. Recht eigen war McAfee laut Wise schon immer: "Das Virenschutzprogramm war nicht McAfees erstes unternehmerisches Abenteuer. Als junger Mann fuhr er mit seinem Van durch Mexiko, kaufte Steine und Silber und fertigte Schmuck, den er an Touristen verkaufte. Später, als in San Francisco die Aids-Panik grassierte, verkaufte er Personalausweise, die ihre Träger als HIV-negativ auswiesen."
Stichwörter: Aids, San Francisco, Schmuck

Magazinrundschau vom 14.02.2012 - Gizmodo

Nichts bindet Konsumenten stärker an ihr Telefon als Apps wie Instagram, ein Dienst, der es erlaubt, in Echtzeit Fotos zu teilen, schreibt Mat Honan für Gizmodo. Und Instagram funktioniert bisher nur auf dem Iphone. Kein Wunder, dass von Android- und Windowsphonenutzern sehnsüchtige Fragen kommen. Da ist nur ein Problem: das Wachstum. "Instagram hat zehn Angestellte, nur acht davon in den USA. Und doch hat es im letzten Jahr gut 15 Millionen Nutzer an sich gezogen, die ungefähr 500 Millionen Fotos hochluden." Die Wachstumskrise soll nach Honan jetzt mit Kapital von Twitter-Gründern bewältigt werden.