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Berlinale

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Irgendwann geht das Licht aus: Teresa Villaverdes 'Colo' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2017 […] Dennoch fühlt sich solches Kino im Kontext der Berlinale immer auch sonderbar diffus an. Anwesend sind Fachjournalisten aus aller Herren Länder, eingekesselt im Prunk des großen Berlinale-Palasts, draußen liegt der rote Teppich und das Personal bereitet die nächste Galavorführung vor. Vor dem nächsten Film gibt es wieder den Funkelfeuerwerk-Jingle der Berlinale. Und dann sitzen alle im Saal, zelebrieren […] Schulkameraden, der an einer jobtechnisch relevanten Position sitzt, aufs Läppischste. Teresa Villaverdes "Colo" ist ein Film jener Sorte, die mittlerweile recht typisch sind für den Wettbewerb der Berlinale: Im Kern ein Film um ein gesellschaftlich relevantes Thema, das seine Filmkunst-Marker auf eine Weise verteilt, so dass sichergestellt ist, dass Festival, Film und Festivalpresse unter sich sind. […] Von Thomas Groh

Hemmungslose Hagiografie: Die Berlinale-Presseschau vom 15.02.2017

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2017 […] Hoffnung' blicken wir ihm auf Augenhöhe ins Gesicht." Lukas Stern von critic.de sieht in Kaurismäkis Film einen "Aufruf zur Deplatzierung". Dominik Kamalzadeh vom Standard bezeugt "einen der stärksten Berlinale-Wettbewerbsbeiträge bisher". Auch taz-Kritiker Andreas Fanizadeh schwärmt: Das "ist der richtige Film zur richtigen Zeit." Und Barbara Möller von der Welt findet ihn "richtig großartig". Weitere […] Kinozeit, im Tagesspiegel und in der FAZ. Ein Goldener Bär für Kaurismäki also? Mitnichten, glossiert dazu Jens Balzer in der Berliner Zeitung, der seinen aus langjähriger Festivalerfahrung gewonnenen Berlinale-Algorithmus über den Wettbewerb laufen lässt und dabei zu dem Ergebnis kommt, dass sich schon jetzt Hong Sang-Soo fürs Siegertreppchen warmlaufen darf. Dessen "On the Beach at Night Alone" läuft morgen […] das Unterhaltsame vor seinen Kritikern. Für die Welt sichtet Carla Baum Filme aus der Perspektive Deutsches Kino. Rüdiger Suchsland liest auf Artechock währenddessen viel lieber Heike-Melba Fendels Berlinale-Roman "Zehn Tage im Februar" (hier äußert sich die Autorin dazu). Außerdem besprochen werden unter anderem aus dem Wettbewerb Sabus "Mr Long" (taz, Tagesspiegel, unsere Kritik), aus dem Forum Nicolas […]

Beziehungs-Skelette: Berlinale-Presseschau vom 14.02.2017

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2017 […] Georg Friedrich kurz vor Skelettierung: Thomas Arslans "Helle Nächte" Thomas Arslans gen Norwegen reisende Vater-und-Sohn-Geschichte "Helle Nächte", mit der die Berlinale ihren Reigen an deutschen Wettbewerbsfilmen eröffnet, wird sehr gespalten aufgenommen. Für Ekkehard Knörer von taz ging Arslans Methode der Skelettierung diesmal sichtlich zu weit. Er sah: "Plot-Skelette, Figuren-Skelette, Bezie […] von Rainer Werner Fassbinders frühzeitig abgesetzter Fernsehserie "Acht Stunden sind kein Tag", die parallel auch auf DVD erscheint (kino-zeit.de). Weiteres und mehr über den Tag verteilt in den Berlinale-Schwerpunkten der berichterstattenden Zeitungen und Magazine, namentlich FAZ, taz,Tagesspiegel, critic.de, kino-zeit.de, epdFilm, Filmdienst und Artechock. Unverzichtbar für schnelle Updates: Der […] Von Thomas Groh

Berauschende Meditation: Michael Glawoggers 'Untitled' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2017 […] Entstanden ist in diesem Prozess "Untitled" - ohne zu übertreiben einer der besten Filme des bisherigen Festivalverlaufs. Einmal mehr fragt man sich, wie die oft kurios anmutenden Entscheidungen der Berlinale zustande kommen. "Untitled" wäre ohne weiteres wettbewerbstauglich. Nicht nur als Geste gegenüber dem tragisch Verstorbenen, dessen Arbeiten regelmäßig in Berlin liefen, wäre dies naheliegend gewesen […] Von Thomas Groh

Die Leinwand wird zu Fell - Die Berlinale-Presseschau zum 13.02.2017

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2017 […] Auf zur Bärenjagd: "Pokot" von Agnieszka Holland Die Berlinale läuft sich (lau-)warm. Von großen Konsensfavoriten fehlt bislang allerdings noch jede Spur. Für Susanne Ostwald von der NZZ ist Agnieszka Hollands im polnisch-tschechischen Grenzland spielender Kimi "Pokot" um eine wunderliche alte Tierschützerin immerhin schon der erste aussichtsreiche Bärenkandidat: "Holland ist nichts heilig, und sie […] Fernando Birris dreistündigem Experimentalfilmepos "ORG" aus dem Jahr 1977 (Welt, unsere Kritik hier) und die arktischen Filme der NATIVe-Reihe (taz). Weiteres und mehr über den Tag verteilt in den Berlinale-Schwerpunkten der berichterstattenden Zeitungen und Magazine, namentlich FAZ, taz, Tagesspiegel, critic.de, kino-zeit.de, epdFilm und Filmdienst. Unverzichtbar für schnelle Updates: Der Kritikerspiegel […] Von Thomas Groh

Die Mechanik der Frustrationskompensation: Josef Hader als 'Wilde Maus' im Wettbewerb

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2017 […] Friedrich darf ein Auto spendieren, ist dann auch weg. Im Hintergrund rauschen Nachrichten durch: Flüchtlingskrise, Amoklauf, Islam, Syrien (fast so, als schimmere hier das Selbstverständnis der Berlinale durch die Luke rein). Alles wichtig, aber die Mittelschicht nimmt kaum Notiz davon. Man merkt wohl, wo das alles herkommt, wo es hinwill: Die große nervöse Lebenskrisenkomödie, wie sie im europäischen […] Von Thomas Groh

"Happy editing!" Ceylan Özgün Özçeliks "Kaygi" (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2017 […] "Kaygi" ist in diesem Jahr der einzige türkische Film auf der Berlinale. Mit seinem kritischen Blick auf die aktuelle Lage im Land ist es genau der Film, den man sich aus der Türkei erwartet. Das spricht für ihn, aber nicht nur das. Ceylan Özgün Özçelik erzählt von der jungen Hasret, die bei einem Istanbuler Fernsehsender als Cutterin arbeitet und nicht mehr ganz heimisch sein kann in der neuen […] Von Thekla Dannenberg

Die Berlinale-Presseschau vom 11.02.2017

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2017 […] Filmkritiker Nino Klingler, mit dem sich Deutschlandradio Kultur unterhält. Die Berlinale versteht sich zwar als politisches Festival, schreibt dazu passend Bert Rebhandl im Berlinale-Blog der FAZ, doch erst in den zwei Panorama-Filmen "Belinda" und "Investigating Paradise" wird kenntlich, was eine politische Berlinale sein könnte. Der Dokumentarfilm hat mächtig Auftrieb, beobachtet Christiane Peitz […] Der zweite Berlinale-Tag beginnt mit einem kleinen Kritikerliebling: Von Ildikó Enyedis Wettbewerbsfilm "On Body and Soul" fühlt sich taz-Kritikerin Barbara Wurm in "eine neue Dimension des Bewusstseins- und Seelenstudiums" versetzt. "Grandios" fand Perlentaucher Thomas Groh darin das Liebesspiel zwischen Hirsch und Hirschkuh. Verena Schmöller von kino-zeit.de hat viel Freude am Spiel der beiden […] die Orientierung auf den schnellen Blick lohnt sich wie jedes Jahr der große KritikerInnen-Spiegel von critic.de. Unverzichtbar als Tagesbegleiter: Die SMS-Updates der Cargo-Kritiker. In unserem Berlinale-Blog berichten Thekla Dannenberg, Katrin Doerksen, Thomas Groh und Anja Seeliger. […] Von Thomas Groh

Gediegene Kryptik ist halbe Filmkunst - 'El mar nos mira de lejos' im Forum

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2017 […] tatsächlich (wie die Berlinale ursprünglich mal annonciert wurde) als "Fenster zur Welt" begreift, das neue Eindrücke bietet (im Gegensatz zu einem Kino, das einem immer nur bestätigt, womit man eh schon immer bloß gerechnet hat), der ist mit dem Forum jedes Jahr aufs Neue grundsätzlich zunächst einmal sehr gut beraten. Wer am Ende der Schmetterlingshatz, die so eine Berlinale auch darstellt, nicht […] Das Forum der Berlinale verhilft den spröderen Formen der Filmkunst zu ihrem Recht. Das Unbeschlagene, das Vorsichtige, das Sperrige hat hier Raum und Platz. Oft sind die Tonspuren der Filme sehr offen für die Umwelt (Forumsfilme klingen "anders" als die Filme in den übrigen Sektionen) oder die Filme wurden mit sichtlich weniger Etat jenseits der Konventionen gedreht. Wer sich für ein Kino jenseits […] Von Thomas Groh

Berlinale-Presseschau vom 10.02.2017

Außer Atem: Das Berlinale Blog 10.02.2017 […] Welt hingegen sah den "perfekte Einstieg für die traditionell problembewusste Berlinale, die sonst bei der Eröffnung gerne mal ein Auge zudrückt". Letzteres wünschen wir uns in Sachen Embargoregelung dann auch vom Festival. Weiteres: Bei der Woche der Kritik wurde über Film und Politik diskutiert und inwiefern die Berlinale nicht einem illustrativen Politikbegriff folgt, berichtet Christian Blumberg […] Großer Ärger bei critic.de: Die Berlinale hat einem Autor des Magazins damit gedroht, ihm die Akkreditierung zu entziehen. Der Grund: Ein Vorabüberblick über die Filme der Sektion "Perspektive Deutsches Kino", der nach Ansicht des Festivals die Embargo-Regelung gebrochen habe. Filme, die auf dem Festival ihre Weltpremiere haben, dürfen nämlich seit einigen Jahren erst zu Beginn der ersten Vorstellung […] Artikel aufhört und eine Kritik beginnt: Angesichts dessen, dass weder unsere Texte aus den Vorjahren noch vergleichbare Artikel von Kollegen ein Problem darstellten, liegt der Verdacht nahe, dass die Berlinale immer restriktiver wird. ... [Sie] steht bei den großen internationalen Premierenfilmfestivals allerdings allein auf weiter Flur: Weder Cannes noch Venedig kennen vergleichbare Einschränkungen der […] Von Thomas Groh