Bei
netzpolitik bedauert Constanze Kurz den Abgang des Bundesdatenschutzbeauftragten
Ulrich Kelber, den die SPD kurz vor Ende seiner regulären ersten Amtszeit abserviert hat: "Der außerhalb der Ampel angesehene Bundesdatenschutzbeauftragte redete
oft gegen eine Wand: Auf datenschutzpolitische Debatten reagierte die Bundesregierung - und Olaf Scholz sowieso - mit viel Schweigen, ansonsten häufig mit sich widersprechenden Positionen: Justizminister Marco Buschmann (FDP) ist gegen die Vorratsdatenspeicherung, Innenministerin Nancy Faeser (SPD) möchte sie mindestens teilweise wieder einführen. Das Bild der Ampel-Regierung, die sich in nichts einig ist, war auch beim Datenschutz stimmig. Nur bei der
Ökonomisierung der Gesundheitsdaten und beim E-Rezept war man sich in der Ampel weitgehend einig, dass Datenschutzfragen und IT-Risiken
gemeinschaftlich kleingeredet oder ignoriert gehören."
Influencer könnten sich bald gewerkschaftlich organisieren, berichtet Michael Moorstedt in der
SZ. Dadurch könnten sie besser gegen Firmen vorgehen, die Influencer für ihre Dienste nicht ausreichend entlohnen: "Ob irgendwann auch die Influencer die Arbeit niederlegen?
Kommt dann das Netz zum Stillstand? Wohl eher nicht." Außerdem arbeiteten Firmen an Lösungen, um auf echte Influencer zu verzichten. "Was hierzulande eher neoliberaler Wunschtraum ist, ist für die Influencer bereits reale Gefahr. Längst arbeiten Agenturen an
virtuellen Markenmaskottchen aus dem Baukastensystem, die echte Menschen schon bald verdrängen könnten."