Noch eine gute Nachricht aus dem
Berliner Kulturbetrieb,
überbracht von Susanne Lenz in der
Berliner Zeitung: "Dass das ikonische Gebäude der
Staatsbibliothek von Hans Scharoun an der Potsdamer Straße marode ist, weiß man schon lange. Bereits 2019 gab es einen Wettbewerb für die denkmalgerechte Sanierung des Hauses, den die Architektensozietät gmp für sich entschieden hat. Doch jetzt erst ist das Geld da: 1,1 Milliarden Euro vom Bund. Es kann also losgehen. Das bedeutet auch: Von 2030 an wird das Haus
für elf Jahre schließen -
bis 2041. Mindestens, muss man wohl anfügen."
In der
FAZ berichtet Nikolaus Bernau. Um "moderne Systeme einführen zu können, müssen etwa im Foyer die Fußbodenplatten aus Marmor und Schiefer abgehoben und einzeln verstaut werden, bilden sie doch ein eigenes Kunstwerk. Selbstverständlich spricht auch hier der Denkmalschutz ein erhebliches Wort mit …" Hätte sich die SPD im Berliner Senat nicht gegen den Erwerb der einstige
Galeries Lafayette gestellt, hätte man nun ein Ausweichquartier, ärgert sich Bernau.
Außerdem:
Schiedsgerichte sollen künftig die Rückgabe von
geraubter Kunst regeln, allerdings sind die Nachfahren einstiger Besitzer und deren Anwälte nicht unbedingt zufrieden mit dem neuen Sysdtem,
berichtet Klaus Hillenbrand in der
taz. "Bis zu
600.000 Kunstwerke raubten die Nazis ihren vornehmlich jüdischen Besitzern zwischen 1933 und 1945. Etliches davon ist noch heute in den Depots von Museen zu finden."