Adam Przeworski

Krisen der Demokratie

Cover: Krisen der Demokratie
Suhrkamp Verlag, Berlin 2020
ISBN 9783518127513
Kartoniert, 256 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Steckt die Demokratie in der Krise? Befinden wir uns in einer ähnlichen Lage wie zur Zeit der Weimarer Republik? Adam Przeworski sucht nach Antworten, indem er Staaten unter die Lupe nimmt, die ein Abgleiten in autoritäre Verhältnisse erlebten. Er identifiziert drei Bündel von Ursachen: ökonomische wie Wohlstand und Ungleichheit, soziale, aber auch im engeren Sinn politische. Heute sei die Situation in vielen Staaten dadurch gekennzeichnet, dass Teile der Bevölkerung nicht länger am wachsenden Wohlstand partizipieren und den Glauben an eine bessere Zukunft verloren haben. Doch wenn Menschen den Eindruck bekommen, sie könnten ihr Leben durch Wahlen nicht länger positiv beeinflussen, steige die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich gegen das System wenden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.11.2020

Rezensent Jens-Christian Rabe empfiehlt wärmstens das Buch des amerikanischen Politikwissenschaftlers Adam Przeworski. Luzide und gesichert durch empirische Studien bietet der Autor laut Rabe Grundlagenarbeit zum Thema erodierende Demokratie. Bidens Sieg erscheint Rabe nach der Lektüre noch einmal bedeutsamer und auch fragiler, da Przeworski klar macht, dass es immer möglich ist, die Demokratie von innen zu zerlegen. Die Bedeutung vorausschauender Politik für die Bewahrung der Demokratie kann ihm der Autor ebenso verständlich machen. Ein in seinen spekulativen wie "tiefenscharfen" Passagen furchterregend plausibles, ein wichtiges Buch, findet Rabe.
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