Wie kommt man vom Malen zum Schreiben? Und wie übersetzt die "weibliche Perspektive" den Text, der uns schreibt, zurück in den Körper? Die Autorin, Übersetzerin und Künstlerin Alissa Walser gibt Einblick in ihre Werkstatt. Darum, und vor allem um die Essenz der Zusammenhänge geht es in den Essays und Miniaturen dieses Buches.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.07.2015
Begeistert zeigt sich Martin Zingg von Alissa Walsers Miniaturen über das eigene Schreiben, denn die Zusammenstellung von Notizen und Essays biete mehr als einen reinen Einblick in Walsers Schreibprozess, wie der Kritiker befindet. Mit ihrem "Gespür für Feinstoffliches, für Details und vermeintlich Abgelegenes" gelange die Autorin zu klugen Einsichten über die Bedingungen und Konsequenzen des Schreibens, über Hilfen und Hindernisse bei der literarischen Arbeit. Auch für die Sprache findet er lobende Worte, sie sei leicht und präzise, der Stil Walsers insgesamt "unaufdringlich und elegant".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2015
Alissa Walsers Essays zu Kunst und Gesellschaft können Rezensent Kai Sina nicht ganz überzeugen. Überrascht stellt der Kritiker fest, dass die Erzählerin und Malerin hier nicht nur den vergessenen kulturkritischen Begriff der "Vermassung" noch einmal bemüht, sondern auch, dass Walser selbst plötzlich als Novalis verehrende Romantikerin auftritt. Irritiert taucht Sina in diese Flut von Aufzeichnungen, in denen die Autorin an einer Vielzahl von Aspekten zu Kunst, Leben und Gesellschaft ihre recht eindimensionale Auffassung einer "geistlosen Herrschaft des Effizienten" beschreibt und all ihre Hoffnung und Sehnsucht in die Kunst, insbesondere die Literatur legt. Vor allem aber vermisst der Kritiker in diesen wehmütigen Essays wegweisende Ausblicke.
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