Andrea Römmele

Zur Sache!

Für eine neue Streitkultur in Politik und Gesellschaft
Cover: Zur Sache!
Aufbau Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783351037796
Kartoniert, 140 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Warum wir wieder lernen müssen, richtig zu streiten. Ohne Streit ist unsere Demokratie nicht überlebensfähig. Wir brauchen die Auseinandersetzung, um eine öffentliche Meinungsbildung zu ermöglichen und konstruktive Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Aber wir erleben heute, dass die inhaltliche Auseinandersetzung immer seltener wird und sich die Debatte in die sozialen Medien und die Talkshows verlagert hat. Dort gehen die Akteure Parteien mit ungeprüften Fakten und Behauptungen aufeinander los, bleiben Meinungen unversöhnlich nebeneinander stehen und werden keine Kompromisse mehr gesucht. Es herrscht ein Kampf um Aufmerksamkeit, Selbstbestätigung und die Skandalisierung des Gegners. Andrea Römmele zeigt auf, warum es wichtig ist und wie es wieder möglich sein kann, miteinander zu streiten - ohne sich zu spalten.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 19.03.2019

Ralph Gerstenberg findet einige interessante Gedanken in diesem Buch der Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele. Die Autorin kann ihm zeigen, was für ein verkümmertes Verhältnis zum Streit sich mit der Erregungsindustrie durchgesetzt habe: Durch Aufmerksamkeit werde die Sensationslust, aber am Ende werden die Konfliktseiten abgestraft, weil der Streit dem Harmoniebedürfnis entgegensteht, lernt Gerstenberg. Das Konstruktive, das eine politische Auseinandersetzung eigentlich haben könnte, falle dabei unter den Tisch. Wichtig findet der Rezensent auch Römmeles Hinweis, dass der politische Gegner nicht nur Projektionsfläche sein sollte, mit der man die eigenen Anhänger besser hinter sich versammeln  könne. Dass der Autorin dabei einiges zu plakativ gerät, bedauert der Rezensent, er schätzt die unaufgeregteren  Passagen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2019

Rezensent Justus Bender bekommt Streitlust bei der Lektüre von Andrea Römmeles Buch. Dass das Plädoyer der Politikwissenschaftlerin für mehr sachlichen Streit alles andere als ein Ansatz zu einer Sachdebatte ist, diesen Kommentar kann sich der Rezensent ebenso wenig verkneifen wie die Kritik an Römmeles triumphaler Haltung gegenüber einem im Interview entlarvten Gauland. Echte Streitkultur sieht doch wohl anders aus, findet Bender und bittet die Autorin um Verständnis und um etwas mehr Sinn für Verständigung.
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