Herausgegeben von Peter Birle und Sandra Carreras. Argentinische und deutsche Experten ziehen eine Bilanz der Menemschen Reformpolitik. Dabei werden die Auswirkungen der freien Marktwirtschaft auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und politische Kultur von 1989 bis 1999 untersucht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.05.2003
"Insgesamt lesenswert" findet Rezensent Rainer Braun den Band "Argentinien nach zehn Jahren Menem", in dem die Hintergründen der Staatskrise in Argentinien beleuchtet und insbesondere die Folgen der "neoliberalen Rosskur", die Präsident Menem dem Land von 1989 bis 1999 verordnete, unter die Lupe genommen werden. Die negative Bewertung der Auswirkungen der Wirtschafts- und Sozialpolitik Menems können mit Blick auf seine verheerende Bilanz nicht überraschen, erklärt Braun. Insbesondere Katja Hujos Beitrag über Menems Versuch, Argentinien mit neoliberalen Rezepten international wettbewerbsfähig zu machen, hat Braun überzeugt. Bedauerlich findet er, dass der Band nicht auf die Frage eingeht, warum die Weltbank und der IMF bis zu einem gewissen Grad Kredite für Menems Politikmodell bereitstellten. Auch scheinen ihm die "schillernde politische Persönlichkeit" des damaligen Präsidenten und seiner PR-Strategen "insgesamt unterbewertet". Negativ wertet Braun zudem das Fehlen eines Registers und die überarbeitungswürdigen Grafiken.
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