Die Boston Consulting Group stellt in diesem Band ihre neuesten Konzepte vor ? theoretisch ausgearbeitet und praktisch erprobt. Ihr Name ist von Beginn an mit der »Erfindung« der Portfolio-Analyse verbunden, die seit den sechziger Jahren zur Positionierung von Unternehmen und Produkten dient und in keiner Managementvorlesung fehlt. In jüngerer Zeit hat die BCG die Führungsinstrumente durch den Zeitwettbewerb bereichert, der mit seinen grundlegenden Prozessveränderungen zu einer völlig neuen Ausrichtung des Managementdenkens geführt hat. Diese völlig überarbeitete Neuauflage trägt den aktuellen Entwicklungen Rechnung und berücksichtigt die betriebswirtschaftliche Rolle der Informationstechnologie und im Speziellen des Internet. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der »Dekonstruktion« der Wertkette: Die Informationswirtschaft bedroht in vielen Bereichen etablierte Wertketten, da sie von fast jedem Unternehmen fordert, seine Geschäftsstrategie gründlich zu überdenken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2000
Martin T. Roth erläutert dem Leser zunächst, dass es einen entscheidenden Unterschied gibt zwischen "Werkzeug" (wie Shareholder Value, Lean Management u. a.) und Strategie: "Strategie verlangt Überraschung", zitiert er aus dem vorliegenden Buch Und Überraschung führt seiner Ansicht nach nicht nur zu Erschütterung von Wettbewerbsstrukturen, sondern auch bisweilen zu ihrer Zerstörung. Um diese Strategien geht es also in diesem Buch, und nicht- wie der Rezensent ausdrücklich betont - um einen "Werkzeugkasten für das operative Tagesgeschäft". Roth weist darauf hin, dass sich das Buch von den vorangegangenen Auflagen sehr stark unterscheidet. Einige Kapitel sind demnach komplett hinzugefügt worden, so etwa der Beitrag "Migration und Dekonstruktion", das sich mit E-Commerce und Wertschöpfungsketten befasst: dieses Kapitel zählt nach Roth "zum Besten, was zu diesem Thema von Management-Beratern vorliegt".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.10.2000
Dass das Internet die Wirtschaft so komplett umkrempelt, haben selbst die Experten nicht erwartet. Und so kommt es, erläutert Dagmar von Deckstein, dass die Mitarbeiter der Boston Consulting ihr vor 7 Jahren entstandenes Strategiebuch neu schreiben mussten. Die zentrale These des Buches wird laut von Deckstein unter dem Motto "Strategie denken" abgehandelt: der alte Instrumentenkoffer - Benchmarking, Reengineering, Lean Management werden da als "Werkzeuge" benannt - hätte ausgedient, in der "New Economy" komme es darauf an, die Märkte zu überraschen und das Wettbewerbssystem zu stören, führt die Rezensentin aus. Sie verweist darauf, dass in der von Herausgeber Oetinger so genannten "Ära der Dekonstruktion" auch die Zeit der Megafusionen zu Ende geht. Ein anderer zentraler Faktor der "New Economy" sei die sogenannte "Humankomponente", die im Mitarbeiter keinen Kostenfaktor, sondern ein zu schützendes Kapital sehe. Boston Consulting habe diesbezüglich ein neues Bilanzierungssystem für die Arbeit entwickelt, so von Deckstein, dass unter dem Namen "Workonomics" als Markenzeichen angemeldet wurde. Strategisch denken!
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