Mit Essays von David Attenborough, Susan Owens, Martin Clayton und Rea Alexandratos. Illustrationen von Leonardo da Vinci, Cassiano del Pozzo, Alexander Marshal, Maria S. Merian und Mark Catesby. 88 Farbabbildungen. Aus dem Englischen von Ursula Wulfekamp. Die Entdeckung unbekannter Länder und Kontinente brachte im 16. und 17. Jahrhundert nicht nur das Weltbild des Alten Europa ins Wanken, sie löste auch eine schier unglaubliche Sammelleidenschaft und Neugierde auf alles Fremde und Exotische aus. Vom Fürsten bis zum Gärtner, vom Forscher bis zum Abenteurer und Spekulanten waren alle von dieser Leidenschaft erfasst. Der Handel mit fremdartigen Tieren und Pflanzen boomte: tot oder lebendig, getrocknet, gepresst oder in akribischen Zeichnungen festgehalten, kamen sie nach Europa und bereiteten einer neuen Kunstgattung den Weg - der naturwissenschaftlichen Illustration. Deren Entwicklung und die schönsten, auch kuriosesten Blätter aus dem reichen Fundus der Royal Library at Windsor Castle stellt dieser Band vor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2008
Fasziniert zeigt sich Helmut Mayer von David Attenboroughs Band mit Naturdarstellungen aus den Sammlungen des englischen Königshauses. Die Auswahl von Illustrationen von der Renaissance bis ins achtzehnte Jahrhundert, die der Naturforscher und Tierfilmer gemeinsam mit Kuratoren der Royal Collection getroffen hat, ist für ihn eine "beeindruckende Bildergalerie", die von Essays und Bildkommentaren ergänzt wird. Bei der naturgetreuen Darstellung von Tieren, Pflanzen, Mineralien und Fossilien - der Band versammelt Illustrationen von Leonardo da Vinci, Cassiano dal Pozzo, Alexander Marshal, Maria Sibylla Merian und Mark Catesby - ging es Meyer zufolge nicht um Kunst, sondern um "minutiöse Dokumentation", die auf Naturerkenntnis zielte.
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