Dieter Bachmann

Archipel

Expeditionen Begegnungen Schauplätze. Gesammelte Reportagen, Essays und Porträts
Cover: Archipel
Nimbus Verlag, Wädenswil 2022
ISBN 9783038500827
Gebunden, 1200 Seiten, 98,00 EUR

Klappentext

"Archipel" nennt Dieter Bachmann die Sammlung seiner essayistischen Schriften - eine Inselgruppe, ein Inselreich. Viele größere und kleinere Punkte auf der Weltkarte des Geistes, lose gruppiert. Im literarisch-intellektuellen Leben der Schweiz gehörte er in den letzten fünf Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten. Sein Wirken fällt zugleich in eine Zeit, als Europa eine belebende kulturelle Idee war: die Idee eines vielfältigen Austausches freier Gesellschaften - mit der Schweiz als selbstverständlichem Akteur darin. Hier war Dieter Bachmann in seinem Element: In den europäischen Zentren Paris, Rom, Berlin oder Wien war er mit der gleichen Selbstverständlichkeit unterwegs wie in Zürich, am Jurasüdfuss oder im Tessin. Der Modus seiner Tätigkeit war von Beginn an: genaue, unvoreingenommene Beobachtung, gedankliche Intensität und sprachliche Prägnanz. Bis heute atmen seine Texte diesen Geist, so dass sie sich nicht nur wie ein "Who is Who", sondern wie die Geschichte einer ganzen Epoche lesen. Der Horizont ist dabei weit gespannt: Literatur, Film, Fotografie, Architektur, Musik - für Bachmann gehört all dies selbstverständlich zusammen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2023

Äußerst lesenswert ist Rezensent Jürg Altwegg zu Folge das Lebenswerk des Schweizer Journalisten und Redakteurs Dieter Bachmann, das nun in 3 "prachtvoll" editierten Bänden erschien. "Archipel" hat Bachmann selbst diese Sammlung seiner essayistischen Schriften genannt, für den Rezensenten stellen die Texte viel eher als Inseln "Gipfel" dar, "die aus einer vergangenen Epoche" ragen. Bachmann war Leiter der Zeitschrift "Du" und schrieb für das Magazin "Tagesanzeiger". Mit Interesse und Vergnügen liest der Rezensent Bachmanns Porträts von wichtigen Künstlern und Intellektuellen der Zeit, wie Gisèle Freund, Emil Cioran und François Bondy. Mit ersterem verbrachte Bachmann drei schnapsschwere Nachmittage in Paris, mit letzterem arbeitete er bei der Zeitschrift "Du". Ehrfürchtig, aber auch humorvoll und in akribischem Detail schildert Bachmann den Lebensweg Bondys, mit dem ihm auch eine tiefe Freundschaft verband, so der Rezensent. Die Texte sind nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch wichtige historische Dokumente, gerade wenn in ihnen das ein oder andere journalistische "Klischee des Zeitgeistes" sichtbar wird, schließt Altwegg.
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