Das "europäische Modell" löst sich auf. Die wesentlichen Elemente dieses kontinentaleuropäischen Weges sind Wettbewerb, Tarifautonomie und soziale Sicherung. Demgegenüber gewinnt die radikalliberale Deutung des Wirtschaftsprozesses an wirtschaftspolitischer Bedeutung. In dieser Untersuchung werden Bausteine für eine europäische Wirtschaftsordnung zusammengetragen, die den hiesigen Traditionen und Bürgerpräferenzen entsprechen, aber auch institutionelle Anpassungen der politischen Rahmensetzung in der Europäischen Union erfordern. Soweit heute abschätzbar ist, würde ein europäisches Modell trotz zunehmender Globalisierung den Wettbewerb bestehen können.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.03.2002
Hier sind die Autoren mit ihrem Buch offensichtlich an den falschen Rezensenten geraten - seinen Namen verschweigt die Internetausgabe der SZ, seine Funktion als hoher Funktionär der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung macht aber klar, dass ihm der neoliberalismus-kritische Band ganz contre coeur gehen muss. Die Thesen - von der Herrschaft der Radikalliberalen in Brüssel bis zum "antiamerikanischen Reflex" - belegen für ihn, dass die Dinge hier mit der "ideologischen Brille" gesehen werden. Und so, wie die Autoren die soziale Marktwirtschaft verstehen, müsse Ludwig Erhard "im Grabe rotieren". Der angestrebte "ordnungspolitische Entwurf" hat - obwohl auch wieder "nicht alles falsch" ist in diesem Buch - einen entscheidenden Mangel: es fehlt ihm das totale "Vertrauen in die Marktwirtschaft".
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