Franz Schuh

Fortuna

Aus dem Magazin des Glücks
Cover: Fortuna
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2017
ISBN 9783552058200
Gebunden, 256 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

"Ich schreibe über das Glück", schreibt Franz Schuh, "erstens weil ich Glück hatte, und zwar so viel, dass ich damit dem unvermeidlichen Unheil trotzen kann. Zweitens weil ich den Eindruck habe, dass das Glücksstreben alle Menschen gemeinsam haben, dass aber das Glück die Menschen auch voneinander trennt, weil nicht alle, wahrscheinlich nur die wenigsten Menschen halbwegs glücklich sind." Im Wort "Glück" fließt vieles von dem ineinander, was man von der menschlichen Existenz wissen kann und vielleicht sogar wissen sollte. Von der Ablehnung des Wortes bis zu seiner spekulativen Ausbeutung und zur endgültigen Banalisierung reicht die Bandbreite dieser Betrachtungen zur Philosophie des Glücks.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.03.2017

Martin Lhotzky freut sich über Franz Schuhs Essays, Aphorismen und Anekdoten. Was der Autor hier an Grantelei präsentiert, eröffnet dem Rezensenten interessante Zusammenhänge: Max Goldt und Konfuzius, Hegel und Fettleibigkeit. Allerdings macht ihm das die kontinuierliche Lektüre auch nicht eben leicht und fordert seine Konzentration und mitunter einige Vorkenntnisse. Amüsant scheint Lhotzky der in leichtem Plauderton daherkommende Band von Schuh allemal. Auch, weil der Autor seine Leser nie völlig allein im Regen stehenlässt, wie der Rezensent schreibt.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.03.2017

Helmut Böttiger freut sich mit Franz Schuh über dieses Geburtstagsgeschenk, das der Autor seinen Lesern und sich selbst zum Siebzigsten macht. Der Sammelband über das Glück, geprägt von der typisch beiläufigen Art, wie Schuh seine Gedanken verfertigt, meint Böttiger, (ver)führt in teils stockende, teils beschwingte Gedankenläufe und "Glücksschleifen", die bis zu Kant und Schopenhauer reichen können oder bis zur Sängerin Elisabeth Schwarzkopf, wie Böttiger mitteilt. Wie scheu das Glück ist, lernt Böttiger anhand von Schuhs archaischer Schreibweise und mit seinen Gedichten, die mal derb, mal verheißungsvoll Wienerisch sind, wie der Rezensent erklärt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.03.2017

Paul Jandl liest die in diesem Band versammelten Abhandlungen, autobiografischen Skizzen, Gedichte und Polemiken des Philosophen Franz Schuh mit Gewinn und großem Vergnügen. Was sich der Autor zum Siebzigsten schenkt, scheint Jandl die Distinktionsgewinne unserer alltäglichen Lügen gut abzubilden, das operettenhafte Österreich und die Frage nach dem Glück. Das Autobiografische in den Texten um Macht, das Ich und die Kreativität ist für Jandl gut zu erkennen. Am Eindrücklichsten findet der Rezensent die Passagen, in den der Autor die Krankheit der Mutter und den Vater behandelt. Letzterer scheint für Jandl in einem Charakterbild aufzugehen, das mehr darstellt als die Person, das Leben womöglich.
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