Herausgegeben und aus dem Französischen von Hans Pleschinski. Die Korrespondenz zwischen dem "Dichter-Philosophen und dem Philosophen-König" erscheint hier in völlig revidierter Neuausgabe. Aus dem bis 1778, über 42 Jahre hinweg anhaltendem Briefwechsel zwischen dem französischen Philosophen Voltaire und dem Preußenkönig Friedrich dem Großen traf Hans Pleschinski eine Auswahl von 245 Briefen, die er übersetzte und kommentierte. Die Korrespondenz der beiden bedeutenden Vertreter der Aufklärung streift, was den Menschen bewegt - damals wie heute: Gibt es einen Gott? Was ist der Ruhm? Ist Berliner Porzellan besser als chinesisches? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Sind die Deutschen dumm oder können sie sich bessern?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.06.2004
Am 8. August 1736, so der mit "lx" zeichnende Rezensent, schrieb Friedrich der Große den ersten Brief an Voltaire, und zwar einen äußerst schmeichelhaften Brief, in dem sich ein Satz wie "Ohne Sie in einen unwürdigen Weihrauch zu hüllen, kann ich Ihnen versichern, dass ich in Ihren Werken Schönheiten sonder Zahl entdecke" schon fast "karg" ausnimmt. Der damit begonnene Briefwechsel dauerte 42 Jahre und überdauerte, laut Rezensent, auch manche zeitweilige Delle in der Freundschaft der beiden Briefeschreiber, etwa die Affäre Hirschel, der Voltaire mit dem bissigen Vorhaben begegnete, "ein kleines Wörterbuch für Könige" zu verfassen ("Mein Freund bedeutet: mein Sklave, mein lieber Freund bedeutet: Sie sind mir völlig gleichgültig"). Insgesamt hat der Rezensent die Lektüre der von Hans Pleschinski ausgewählten und übersetzten 245 Briefe genossen und sich am "waghalsigen" Wechsel zwischen "hochkarätiger Ironie, nonchalant kommentierter Zeitgeschichte" und banalen Geschirrgesprächen erfreut.
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