Gabor Steingart

Unser Wohlstand und seine Feinde

Cover: Unser Wohlstand und seine Feinde
Albrecht Knaus Verlag, München 2013
ISBN 9783813505184
Gebunden, 272 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Gabor Steingart schildert den fatalen Angriff auf unseren Wohlstand. Eine unglaubliche, leider wahre Geschichte, die sich vor unser aller Augen abgespielt hat und weiter abspielt: Wie Politiker, süchtig nach Anerkennung und Wählerstimmen, mit den Banken, die von der Kreditsucht der Staaten fürstlich leben, einen teuflischen Pakt geschlossen haben - wider den Wohlstand der Mittelschicht und gegen die Interessen der kommenden Generationen. Er zeichnet die historischen Linien nach und erläutert, wie die sozial verantwortliche Marktwirtschaft, von Ludwig Erhard nach dem Krieg geschaffen, in eine Bastardökonomie - halb Staats-, halb Privatwirtschaft - verwandelt wurde. Und er zeigt, wie diese unheilige Allianz sich wieder auflösen lässt. Steingart ist ein Publizist, der genau hinschaut und der auch da nach Lösungen sucht, wo politisch korrekte Denkverbote herrschen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2013

Karen Horn ist mit den provokanten Positionen und der Eitelkeit des Autors und "Handelsblatt"-Herausgebers Gabor Steingart gleichermaßen vertraut, und so sieht sie von den oberflächlichen Anlässen, über die sich aufzuregen das Buch wohl Anlass böte, erst einmal großmütig ab und konzentriert sich auf jene Punkte, an die sie konstruktiv anzuknüpfen vermag. Etwa die, wenn nicht originelle, dann doch zumindest anschauliche und zutreffende Analyse der Ursachen für die Finanzkrise und die Beschreibung der unheiligen Verquickung von Wirtschaft und Politik insgesamt. Wenn sich Steingart, dieser "Derwisch des Aufregerjournalismus", dann jedoch dazu versteigt, den Urheber einer marktwirtschaftlichen Ordnung nicht in Ludwig Erhard und Alfred Müller-Armack zu finden, sondern bereits eine Dekade früher ausgerechnet in Adolf Hitler, dessen Wirtschaftspolitik er auch noch mit Roosevelts "New Deal" vergleicht, dann, so Horn, ist das "intellektuell schlicht unwürdig".

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