it einem Vorwort von Jens Reich und einer Einführung von Claude Lefort. Herausgegeben von Thomas B. Schumann. In seinem Buch "Rückkehr nach Langenstein" schildert Petit mit knappen Strichen das erniedrigende Lagerleben mit all seinen Schikanen und Qualen. Der Bericht über die Räumung des Lagers Langenstein-Zwieberge und den unmenschlichen Todesmarsch von 3000 Häftlingen gen Osten nimmt breiteren Raum ein. Schließlich erfahren wir, wie Petit die Flucht gelang.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2005
Bewegend findet Wolfgang Schuller diese Aufzeichnungen Georges Petits über seine Erfahrungen in deutschen Gefängnissen und KZs. Schuller sieht darin keinen bloßen Erlebnisbericht. Petit, der in der Resistance aktiv war und 1943 durch die Gestapo verhaftet wurde, gehe es darum, "die seelische Situation, in der er und andere sich befunden hatten, darzustellen und uns, der Nachwelt, mitzuteilen, als eine der Facetten der condition humaine." Er schildere die Brutalität der deutschen und ausländischen SS-Bewacher, die zunehmende Entkräftung und Verwahrlosung der Häftlinge, den sinnlosen Todesmarsch zum Schluss, aber auch, wie ihm nach seiner Flucht überall heimlich geholfen wurde. Beeindruckt zeigt sich Schuller auch von der "ruhigen, man möchte sagen rücksichtsvollen Sprache", in der das Buch gehalten ist.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.09.2004
Der mit "gü" zeichnende Rezensent hat in Georges Petits "Rückkehr nach Langenstein" ein beeindruckendes Beispiel für Erinnerungsliteratur entdeckt. Petit bietet, so der Rezensent, eine "nüchterne Innenansicht des KZ-Terrors ", eine kaltblütige Analyse der Dynamik der Entmenschlichung. Als politischer Häftling wurde Petit in Langenstein-Zwieberge, einem Außenkommando von Buchenwald, eingeliefert. Hier setzten die Insassen in Stollen im Berg V1- und V2-Raketen zusammen. Petit überlebte auch den "Todesmarsch" der Inhaftierten, den die SS beim Anrücken der Alliierten anordnete. Nach einem späten Besuch in dem Lager schrieb Petit, Publizist und Psychologe, seine Erinnerungen nieder. Ein besonderes Lob spendet der Rezensent dem "verdienstvollen Ein-Mann-Verlag" Edition Memoria.
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