Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.01.2003
Tilmann Moser ist sehr beeindruckt von dieser Studie, die in Interviews das Mütter-Töchter-Verhältnis von Frauen, die die Nazizeit erlebt haben, untersucht. Der Rezensent beschreibt die Autorin, die die Beziehung zwischen Mütter und Töchtern als zwischen dem Wunsch nach "Aufklärung" und massiver "Abwehr" gespannt sieht, als in "tiefenpsychologischer Biografieforschung bewandert". Insbesondere die "eindrucksvollen Beispiele", die Koch-Wagner für die Umdeutung der Väter von Tätern zu Opfern durch die Angehörigen anführt, lobt er als erhellend. Moser findet ausschließlich lobende Worte für die Ausführungen der Autorin, wobei er meint, dass dieses Buch, das als Dissertation verfasst wurde, durchaus eine Habilitationsschrift hätte abgeben können. Er lobt die Studie als "gut lesbar" und materialreich und preist besonders das "hohe theoretische Niveau" wobei er lediglich bedauert, dass das Buch so teuer ist.
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