Aus dem Englischen von Susanne Held. Was erwartet uns, wenn das Weltklima kollabiert? Wessen Land vertrocknet ist und wer nichts mehr zu essen hat, greift zu den Waffen. Dies ist das erste Buch über die Schreckensbilder des drohenden Klimaweltkriegs, verfasst von Gwynne Dyer, einem Militärexperten und Historiker. In je sieben Kapiteln aus Szenarien und Fakten analysiert und veranschaulicht Dyer, wie die Welt aussehen wird, wenn wir weiterhin nicht handeln.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.11.2010
Rezensentin Petra Steinberger scheint bei der Lektüre von Gwynne Dyers katastrophalen Zukunftsvisionen recht blass um die Nase geworden zu sein. Das Buch, das bereits 2008 auf Englisch und nun in einer aktualisierten Fassung auf Deutsch erschienen ist, zeigt sehr drastisch auf, was passieren könnte, wenn wir unsere CO2-Emissionen nicht reduzieren. Dyer malt Kriege um Wasser und Nahrung und fatale Akte des Geo-Engineerings zur Veränderung klimatischer Nachteile aus, erklärt die Rezensentin. Dabei solle man die Visionen des kanadischen Militärhistorikers nicht allzu leicht als Wahnsinnsfantasien eines "ehemaligen Kalten Kriegers" abtun, warnt Steinberger. Schon allein die Leistung des Autors im Kompilieren der aktuellen Studien aus Soziologie, Klimaforschung, Umweltschutz oder Militär ringt der Rezensentin Respekt ab. Und sie ist überzeugt, dass Dyer, auch wenn er in seinem Buch Spekulationen nachgeht, mit seiner Warnung nicht übertreibt.
Mit großem Interesse hat Christiane Grefe dieses Buch eines Militärhistorikers gelesen, das Prognosen über globale Konflikte der Zukunft abgibt, die sie auch als Warnungen gelesen hat. So sehe Gwynne Dyer zukünftige Sicherheitsprobleme wesentlich durch wachsende Knappheit von Wasser, Öl und Lebensmitteln entstehen. Dyer referiere dabei die jeweiligen Problemaspekte ausführlich und stütze seine Sicht mit Aussagen renommierter Experten. Auch die Klimafrage sei als Gefahrenpotenzial für den Weltfrieden beschrieben, da sie Ressourcenkriege und Grenzkonflikte nach sich ziehen könne. Vor dem Hintergrund der brennenden russischen Wälder und des überfluteten Pakistan sind diese Prognosen für die Kritikerin besonders verstörend zu lesen. Allerdings fragt sie sich manchmal, ob Dyers Planspiele, in denen er Staaten reihenweise in Unregierbarkeit und Agonie verfallen lässt, nicht doch ein wenig übers Ziel hinausschießen, weshalb sie den Grenzverlauf zwischen Fact und Science-Fiction gelegentlich etwas unübersichtlich findet.
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