Horst Möller

Franz Josef Strauß

Herrscher und Rebell
Cover: Franz Josef Strauß
Piper Verlag, München 2015
ISBN 9783492056403
Gebunden, 800 Seiten, 39,99 EUR

Klappentext

Er wurde verehrt und geliebt, gehasst und bekämpft - nur gleichgültig ließ Franz Josef Strauß niemanden. Unzweifelhaft ist er einer der Politiker, die die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geprägt haben. Horst Möller legt hier die erste große Biografie vor, die aus bislang unausgewerteten Archiven und Quellen gearbeitet ist. Über vierzig Jahre lang war deutsche Politik ohne FJS nicht denkbar. Als Generalsekretär der CSU, als "Atomminister", als Verteidigungsminister, der die Bundeswehr aufbaute und über die Spiegel-Affäre stürzte, als Finanzminister, als Opponent von Willy Brandt und dessen sozialliberaler Koalition, als Bayerischer Ministerpräsident und zugleich Partner und Gegner von Helmut Kohl.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.06.2015

Für Franziska Augstein greift Horst Möller mit seiner apologetischen, nach dem "historiografischen Photoshop-Verfahren" verfassten Strauß-Biografie einfach zu kurz. Die Starfighter-Affäre eine Kleinigkeit? Wohl kaum, meint Augstein. Schlimmer fast findet sie, dass der Autor mit seiner sehr selektiven Nachlasslektüre wichtige Zusammenhänge übergeht und Strauß am Ende kleiner macht als er war. Gerade in seinen bissigen, vom Autor weitgehend verschwiegenen Aperçus und Attacken erkennt Augstein eine Stärke von FJS, eine, auf die sie etwa angesichts von Angela Merkels Pointenkompetenz wehmütig zurückschaut.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.06.2015

Rainer Blasius spart nicht mit Zitaten aus der Strauß-Biografie von Horst Möller, unter anderem wohl, um zu belegen, dass der Autor zu den Verehrern des polarisierenden CSU-Politikers zählt. So erfahren wir, dass Möller Strauß für einen Vollblutpolitiker hält, dem die Arbeit wichtiger war als das Geld. Oder wie diffamierend die Kampagnen der Presse und von Seiten der Linken waren, da es sich bei Strauß doch um einen intellektuellen Autonomen und Neuerer vor dem Herrn gehandelt habe. Imponiert hat Blasius das Engagement des Autors für seinen Gegenstand aber doch, nicht zuletzt, weil der Band auch die Fehlschläge des FJS nicht ausspart.
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