Kaum ein Vorgang veränderte die Welt im 20. Jahrhundert so sehr wie das Ende kolonialer Herrschaft in Asien und Afrika. In systematischen und chronologischen Kapiteln beschreibt das Buch diesen Prozess mit seinen weiten Ausläufern im gesamten Jahrhundert und bietet lokale, imperiale und globale Erklärungen an. Es fragt nach den Auswirkungen der Dekolonisation auf Weltwirtschaft, internationales System und Ideengeschichte sowie nach den vielfältigen langfristigen Folgen für die ehemaligen Kolonien und Metropolen.
Mit ihrem Buch "Dekolonisation" haben Jan C. Jansen und Jürgen Osterhammel ein gut lesbares Buch über die stückweise Auflösung der Kolonien nach 1945 geschrieben, die noch vom Zeitalter des Imperialismus zeugten, lobt der hier rezensierende Historiker Andreas Eckert, der besonders hervorhebt, dass das Autorenduo auch Nichtspezialisten einen fundierten Zugang zur Materie ermöglicht. Auch findet er ihre These nachvollziehbar, dass die Geschichte der Dekolonisierung eigentlich bereits mit dem Ersten Weltkrieg begann. Das Buch ist ein schöner Beitrag zu einer noch vergleichsweise jungen Forschungsrichtung in der deutschen Geschichtswissenschaft, fasst Eckert zusammen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…