In seinen Essays holt Johann Hinrich Claussen Überraschendes aus der Tradition hervor, beobachtet die Gegenwart und bilanziert die aktuellen Konjunkturen oder Rezessionen des Religiösen; er unternimmt Ausflüge ins Gesellschaftliche oder Politische und breitet Literarisches aus. Besonders wichtig ist ihm bei alledem, dass die existentielle Dimension religiöser Fragen zur Sprache kommt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2020
Rezensent Friedrich Wilhelm Graf lernt mit den "kulturprotestantischen Beiträgen" des Theologen Johann Hinrich Claussen, was Religion heute bedeuten kann. Von unterschiedlichen Arten der Frömmigkeit, von der Bedeutung der Weihnachtsmusik und von Fortschritten in der Kirche berichtet der Autor laut Graf mal belehrend aufklärerisch, mal witzig und kurzweilig, aber stets mit Takt und auch mit politischem Verstand, wie Graf erkennt, wenn Claussen über den Hass in der Politik nachdenkt.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…