In seinen Essays holt Johann Hinrich Claussen Überraschendes aus der Tradition hervor, beobachtet die Gegenwart und bilanziert die aktuellen Konjunkturen oder Rezessionen des Religiösen; er unternimmt Ausflüge ins Gesellschaftliche oder Politische und breitet Literarisches aus. Besonders wichtig ist ihm bei alledem, dass die existentielle Dimension religiöser Fragen zur Sprache kommt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2020
Rezensent Friedrich Wilhelm Graf lernt mit den "kulturprotestantischen Beiträgen" des Theologen Johann Hinrich Claussen, was Religion heute bedeuten kann. Von unterschiedlichen Arten der Frömmigkeit, von der Bedeutung der Weihnachtsmusik und von Fortschritten in der Kirche berichtet der Autor laut Graf mal belehrend aufklärerisch, mal witzig und kurzweilig, aber stets mit Takt und auch mit politischem Verstand, wie Graf erkennt, wenn Claussen über den Hass in der Politik nachdenkt.
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