John Stuart Mill

Liberale Gleichheit

Vermischte politische Schriften
Cover: Liberale Gleichheit
Akademie Verlag, Berlin 2013
ISBN 9783050056876
, 325 Seiten, 69,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Hubertus Buchstein und Antonia Geisler. John Stuart Mill (1806-1873) zählt mit seinen philosophischen, ökonomischen und politischen Schriften zu den einflussreichsten Denkern des Liberalismus im 19. Jahrhundert. Der vorliegende Sammelband enthält Artikel und Aufsätze Mills, in denen der Facettenreichtum seines liberalen politischen Denkens dokumentiert wird. Zugleich lassen sie einen politischen Denker erkennen, der engagiert die politische Kontroverse suchte. Thematisch spannen die Beiträge in dem Buch den Bogen von Mills generellen Überlegungen zur welthistorischen Rolle des Liberalismus, über die Grundsätze liberaler Außenpolitik, Fragen der Parlamentsreform und Pressefreiheit, über liberale Sozialgesetzgebung und Bildungspolitik bis zu seinen scharfen Kritiken an Sklaverei und Rassismus. Der größte Teil dieser Schriften wird erstmals auf Deutsch publiziert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.05.2014

Zweifelsohne gerechtfertigt sieht Roman Veressov die Publikation dieser Auswahl aus John Stuart Mills politischen Schriften durch Antonia Geisler und Hubertus Buchstein, selbst wenn einige Neuübertragungen im Band mit den "Ausgewählten Werken" konkurrieren, wie der Rezensent feststellt. Veressov folgt den zivilisationskritischen Texten im ersten Teil des Bandes über die Arbeiten zur britischen Innenpolitik seiner Zeit im Mittelteil bis zu einer Apologie des Kolonialismus am Schluss, die der Autor, so Vesserov, aber selber konterkariert. Die Edition erscheint ihm philologisch wie biografisch sachkundig begleitet, die vielen Erstübersetzungen nimmt er mit Respekt zur Kenntnis. Dem Anspruch, Mill als politisch involvierten Philosophen zu zeigen, gelingt den Herausgebern laut Rezensent allerdings nicht. Mill erscheint dem Rezensenten hier eher als Gentleman. Dass der Band eine Leitthese vermissen lässt, geht für Vesserov in Ordnung, das im Buchtitel anklingende Spannungspotenzial der Antithese von Gleichheit und Freiheit hätte man für seine Begriffe allerdings besser nutzen können.

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