Herausgegeben und mit einem Vorwort von Helmut Peschina. Sehr genau hat Joseph Roth vom Pariser Exil aus die Entwicklungen in Deutschland und Österreich ab 1933 beobachtet und mit der ihm eigenen Schärfe und Brillanz kommentiert. So sind zahlreiche Essays und Feuilletons entstanden, in denen Roth zu einer der stärksten Stimmen gegen Staatswillkür und Diktatur im allgemeinen und gegen den Nationalsozialismus im besonderen avancierte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.10.2003
Außerordentlich spannende findet der "jdl" zeichnende Rezensent die Essays und Kolumnen, die der Schriftsteller Joseph Roth im französischen Exil für deutschsprachige Zeitungen geschrieben hat. Sie sind, schreibt er, "geradezu prophetische Angriffe auf die deutsche Unkultur" und distanzieren sich gleichzeitig auch von vielen deutschen Intellektuellen. Dabei hatte Roth selber recht seltsame Vorstellungen über Deutschlands politische Zukunft. Er wünschte sich ein "'deutsches katholisches Reich' unter der Führung der Habsburger". Dementsprechend verwirrend sind manche seiner Aussagen und dieser "Sammelband dokumentiert die Ideen des österreichischen Schriftstellers in all ihrer Widersprüchlichkeit", lobt unser Rezensent.
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