Durchgängig illustriert. Wer kennt das nicht: Das Lieblingsshirt ist in der Wäsche, Mittagsschlaf, wenns grad am schönsten ist, und ungeliebter Käse auf den geliebten Nudeln. Die Gründe, warum Kinder von einer Sekunde zur anderen zu Tode betrübt sind, sind zahllos. So geht es auch den Tieren in Timon und Julian Meyers wunderbarem Kinderbuch 'Heute nicht'. Doch weil kein Kummer ewig währt und das nächste Abenteuer schon wartet, ist bald alles wieder gut.
Rezensentin Maria Riederer wünscht sich Timon Meyers und Julian Meyers Kinderbuch über Enttäuschungen, Verzweiflung, Überforderung und Langeweile in jeden Haushalt - zumal in Zeiten der Isolation. Wie Löwe, Koala, Lama und Schaf mit solchen Szenarien umgehen und sie schließlich überwinden, erzählt das Buch laut Riederer in den schönsten Farben und mit Sinn fürs Utopische, für Hoffnung und Trost und Glück - für Kinder ab 3.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.05.2020
Rezensentin Judith von Sternburg begrüßt die Faulheit, der in diesem Kinderbuch Raum gegeben wird. Die Brüder Timon und Julian Meyer erzählen von Tieren, denen heute einmal nichts gelingt: Dem Bären reißt die Aktentasche, der Panda hat Liebeskummer. Lieber alles erst einmal auf morgen verschieben. Dieser Zustand dürfte nicht nur Kindern, sondern aktuell auch Arbeitnehmern im Homeoffice durchaus bekannt vorkommen, meint von Sternburg, und sehnt sich schon nach dem Eintreffen des zurzeit noch "utopischen" Endbildes: alle Tiere vereint am Strand im Sonnenuntergang.
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