Karl Kraus

Heine und die Folgen

Schriften zur Literatur
Cover: Heine und die Folgen
Wallstein Verlag, Göttingen 2014
ISBN 9783835314238
Gebunden, 464 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben und kommentiert von Christian Wagenknecht und Eva Wilms. Einen bedeutenden Teil des Prosawerks von Karl Kraus machen seine literaturkritischen Schriften aus. Dazu gehören die großen Essays über Heine und Nestroy, die Lobreden auf Frank Wedekind und Peter Altenberg, die Auseinandersetzungen mit Arthur Schnitzler und Stefan George, die Abhandlungen über den Reim sowie über "Humor und Lyrik". Alle diese Arbeiten aus dreißig Jahren der legendären Zeitschrift "Die Fackel" bezeugen den Scharfsinn und die Treffsicherheit ihres wichtigsten, am Ende sogar einzigen Autors, eines Schriftstellers, der wie im Feld von Polemik und Satire auch als Kritiker literarischer Werke aus älterer und neuerer Zeit kaum seinesgleichen hat. Eine umfangreiche Auswahl aus seinen Schriften zur Literatur, Stück für Stück wohlerwogen und sachverständig gekennzeichnet, wird von urteilsfähigen Lesern schon seit längerem vermisst. Beigefügt sind ein Namenregister und ein Literaturverzeichnis.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.08.2014

Grundlegend, um etwa die Bedeutung Nestroys und Offenbachs wieder ermessen zu können, ist der von Christian Wagenknecht und Eva Willms "kundig" kommentierte und edierte Band laut Jens Malte Fischer. Was Karl Kraus literarisch goutierte und was nicht so sehr, erfährt er hier am Beispiel vor allem von Shakespeare, Nestroy und Heine. Als scharfer Polemiker tritt ihm der Autor dabei entgegen beziehungsweise als emphatisch Liebender.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.06.2014

Heinz Schlaffer liefert in seiner Besprechung von Karl Kraus' "Heine und die Folgen" eine umfassende Einleitung in das Schaffen und Denken des Wiener Intellektuellen. Neben den sehr interessanten Fakten, die der Leser daraus ziehen kann, begegnet man einem von Kraus' Verrissen und verbalen Prügeln amüsierten Rezensenten. Kraus teilte die Schriftsteller, sowohl der Vergangenheit als auch der Gegenwart, in zwei Lager: literarisch wertvoll und deswegen der Beschäftigung über lange Zeit hinweg würdig und solche, die von vorne herein von dieser Würde Ausgeschlossenen, fasst Schlaffer zusammen. Heine gehöre zweifelsohne zu jener zweiten Gruppe, denn dieser, erklärt Schlaffer weiter, habe nach Meinung Kraus' das Feuilleton erfunden und ist somit mit schuld an der Verrohung der Sprache. Auch wenn man diese Meinung nicht teilt, empfiehlt Schlaffer die Lektüre der neu aufgelegten Polemik "Heine und die Folgen".

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