Herausgegeben von Gilbert H. Gornig, Hans-Detlef Horn und Dietrich Murswick. Seit jeher sind in kriegerischen Konflikten Kulturgüter zerstört oder als Trophäen erbeutet worden. Die 23. Staats- und Völkerrechtliche Fachtagung der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht vom 2. bis 4. November 2005 in Stuttgart-Hohenheim befasste sich mit dem internationalen und nationalen Kulturgüterschutz sowie seiner Bedeutung für die Zeugnisse deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa 60 Jahre nach Kriegsende, Flucht und Vertreibung. Im Mittelpunkt standen die Gefahren, die Kulturgütern in einem oder nach einem Krieg drohen, und die Probleme der Rückführung kriegsbedingt ins Ausland verbrachter Kulturgüter. Im Hinblick darauf wurden die Regelungen und die Instrumente, die das internationale und das nationale Recht zum Kulturgüterschutz aufweisen, sowohl in grundsätzlicher Weise als auch unter speziellen Fragestellungen behandelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2007
Interessant scheint Friedrich-Christian Schroeder dieser Sammelband, der sich mit nationalen und internationalen Aspekten des Kulturgüterschutzes befasst. Er vermittelt einen eingehenden Überblick über die diversen Beiträge. Neben Gilbert H. Gornigs Vorstellung des Begriffs des Kulturgutes und einer Darstellung der historischen Entwicklung des Kulturgüterschutzes hebt er Tobias H. Irmschers Beitrag über den Unterschied zwischen dem Schutz der Kulturgüter vor Zerstörung und Verschleppung hervor. Außerdem erwähnt er die Beiträge von Hans-Detlef Horns, der kritisiert, der Grund des Kulturgüterschutzes werde zu wenig hinterfragt, und Peter Fechter, der das Fehlen eines effektiven Kulturgüterschutzes im Europarecht beklagt. Ferner findet er in dem Band aufschlussreiche Beiträge über den Kulturgüterschutz in Russland, Rumänien und Ungarn.
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