Fleisch wird als einziges Lebensmittel nicht nur nicht teurer, sondern billiger - und die Fleischbranche verdient dennoch Milliarden. Wie ist das möglich? Bereits in seiner Metzgerlehre lernte Franz Josef Voll: "Es gibt kein schlechtes Fleisch, es gibt nur Fleisch, das verarbeitet werden muss." Was nicht mehr mit Gewürzen versetzt oder in Knoblauch und Öl eingelegt werden kann, wird durch den Fleischwolf gedreht und landet in der Wurst. Als Voll diese Zustände nicht mehr hinnehmen wollte, wechselte er die Seiten und wurde Lebensmittelkontrolleur. Heute steht er endgültig auf Seiten des Verbrauchers und bringt die - im wahrsten Sinne des Wortes - Sauereien der Fleischindustrie ans Licht. In seinem Insider-Bericht rechnet er mit einer Branche ab, deren Machenschaften auch dem letzten vertrauensseligen Verbraucher gehörig den Appetit verderben dürften.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2017
Rezensent Erwin Seitz erfährt Skandalöses aus dem Buch des ehemaligen Metzgers und Lebensmittelkontrolleurs und heutigen Undercover-Journalisten Franz-Josef Voll und seines Co-Autors Leo G. Linder. Mit der Erfahrung eines langen Berufslebens, so Seitz, schildert der Autor drastische Einzelheiten aus dem Schlachthaus und der Wurstverarbeitung, dass dem Rezensenten der Appetit vergeht. Allerdings lehnt sich Voll laut Seitz möglicherweise auch etwas zu weit aus dem Fenster, wenn er das Schmuseverhältnis zwischen Politik und Industrie beschreibt. Besser gefallen Seitz die Undercover-Berichte von der Fleischerfachmesse. Dass der Autor sogar die Biobranche attackiert, jedoch nur wenige praktikable Vorschläge zur Verbesserung der Lage anzubieten hat, enttäuscht den Rezensenten.
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