Als ihr Sohn auszieht, bleiben Margret und Gerhard Sandmaier allein in ihrem großen Haus zurück. Sie beschließen, das ehemalige Zimmer ihres Sohnes zu vermieten. Der passende Mieter ist bald gefunden: ein junger Fahrradmechaniker, unauffällig, höflich, wortkarg. Doch als sich die Schlagzeilen über einen Messerstecher häufen, der in der Stadt junge Frauen überfällt, regt sich in Margret ein schrecklicher Verdacht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.2016
Hartmanns neuester Roman macht es dem Rezensenten Martin Halter nicht ganz leicht mit seinem Urteil, doch Halter meistert die Herausforderung mit einer sehr differenzierten Rezension, in der er sowohl die Schwachstellen als auch die Stärken des Romans aufdeckt. Typisch Hartmännisch seien wieder einmal die "wohlfeilen Psychofloskeln", stramme Bildungszitate, schweizerische Betulichkeit und der insgesamt sehr solide Bau der Geschichte. Auch Hartmanns sympathisches Faible und Verständnis für Außenseiter und Verlierer, das dem Rezensenten sehr zuspricht, käme einmal mehr zum Vorschein. Darüber hinaus, kritisiert der Rezensent, seien einige der Figuren leider etwas blass und oberflächlich geraten, andere hingegen wiederum sehr authentisch und einfühlsam beschrieben.
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