Mit 8 farbigen und 53 Schwarzweiß-Abbildungen. Zucker ist ein Bestandteil der täglichen Ernährung. Erst im 18. Jahrhundert gelang es, Zucker aus Rüben herzustellen, der sich in großer Schnelligkeit in ganz Europa verbreitete. Dies führte zu einem neuen Zweig der Landwirtschaft in Deutschland ? und zur Entstehung von Zuckerfabriken, wie der Südzucker AG, die aus mehreren Vorläufern 1926 entstand. Manfred Pohl hat die Firmengeschichte dargestellt, die technische Entwicklung hin zum modernen Produkt "Zucker" beschrieben und auch die Akten über die Rolle der Zuckerindustrie im Nationalsozialismus aufgearbeitet. Auch durch die Verwendung von erst durch die Wiedervereinigung zugänglichem Material stellt Pohl das Unternehmen in seinem wirtschaftlichen und politischen Umfeld dar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.03.2002
Äußerst kritisch reagiert der Rezensent Jakob Vogel auf die "offene" Auseinandersetzung der Südzucker AG mit ihren Aktivitäten in der NS-Zeit, wie sie in dieser Firmengeschichte geführt wird. Als "Feigenblatt" bezeichnet er diesen Versuch, der seiner Ansicht nach im "aktuellen Boom der Unternehmensgeschichte" lediglich zum "normalen Bestandteil des Unternehmensmarketing" geworden ist. Als "spärlich" empfindet er die Angaben zum Einsatz von Fremdarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen. Derweil werde die Sicht der Unternehmensleitung in Bezug auf die Verdrängung europäischer Konkurrenten in Ostdeutschland und die aktuelle Neuordnung des europäischen Zuckermarktes "kritiklos" wiedergegeben. Wäre das Interesse des Rezensenten nicht bereits in der Einleitung auf die Auseinandersetzung des Unternehmens mit der NS-Zeit gelenkt worden, schnell hätte er es als "leichtgewichtiges" Werk neben die derzeit zahlreichen anderen seiner Art eingeordnet. Wird hier doch in "trockener Sprache" der Aufstieg des Unternehmens von den "Anfängen der Rübenzuckergewinnung" bis zur "Entwicklung zum global player in der 1990er Jahren" geschildert.
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