Dieter Henrich

Ins Denken ziehen

Eine philosophische Autobiografie
Cover: Ins Denken ziehen
C.H. Beck Verlag, München 2021
ISBN 9783406756429
Gebunden, 282 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Dieter Henrich ist weltweit bekannt als Erforscher des deutschen Idealismus und Philosoph der Subjektivität. In Gesprächen mit Matthias Bormuth und Ulrich von Bülow resümiert er die Stationen seines Wegs zur und in der Philosophie, den Gang seines Denkens sowie die Begegnungen mit Lehrern, Zeitgenossen und Weggefährten. Dazu zählen Hans-Georg Gadamer, Martin Heidegger, Theodor W. Adorno, Hilary Putnam oder auch Sergiu Celibidache und Alexander Mitscherlich, der ihm nach einigen Sitzungen bescheinigte, keine Psychoanalyse zu benötigen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18.04.2021

Rezensent Jürgen Kaube fühlt sich reich beschenkt mit diesem Geprächsband. Was Matthias Bormuth und Ulrich von Bülow dem Philosophen Dieter Henrich an Autobiografischem und Zeitgeschichtlichem entlocken können, sieht er dennoch kritisch. So wird zwar Henrichs frühe Prägung durch den Nationalsozialismus deutlich, ebenso der Einfluss Gadamers auf sein Denken, die akademischen Kontroversen der Zeit zwischen 1950 und 1990 bleiben laut Kaube im Band aber leider unterbelichtet. Über die Effekte der Studentenbewegung an den Unis erfährt der Rezensent hingegen Wissenswertes. Ebenso über die Motive von Henrichs Denken am Schnittpunkt von philosophischer Argumentation und Leben. Ein Buch, das wirklich ins Denken zieht und zum Weiterlesen anregt, findet Kaube.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2021

Rezensent Uwe Justus Wenzel lässt sich von Dieter Henrich ins Denken ziehen. Die Gespräche des Philosophen mit Matthias Bormuth und Ulrich von Bülow interessieren Wenzel wegen ihrer persönlichen Note einerseits, da Henrich immer wieder auf autobiografische Erweckungserlebnisse durch das philosophische Denken zu sprechen kommt, andererseits wegen Henrichs anekdotenreichen Erinnerungen an Zeitgenossen und "Brennpunkte" der Geistesgeschichte. Henrichs Offenheit berührt, lobt Wenzel diese "philosophische Autobiografie".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.03.2021

Rezensent Eberhard Geisler freut sich über die in Gesprächen mit Matthias Bormuth und Ulrich von Bülow entstandenen Lebenserinnerungen des Philosophen Dieter Henrich. Was Henrich über sein Leben und Wirken berichtet, über Prägungen und die Befassung mit der Philosophie des deutschen Idealismus, lässt laut Geisler ein weites Interessenfeld erahnen. Henrichs Gedanken zur Religion und zur Rolle der Philosophie in Krisenzeiten scheinen Geisler von "integrativer Kraft".