Moritz Rudolph

Der Weltgeist als Lachs

Cover: Der Weltgeist als Lachs
Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2021
ISBN 9783751805070
Kartoniert, 127 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

In seinem höchst originellen und provozierenden geschichtsphilosophischen Essay erklärt uns Moritz Rudolph unsere Gegenwart - zukünftige Geschichte - auf ganz neue Weise, indem er sie mit dem Objektiv der Dialektik ins Visier nimmt. Er beleuchtet Fukuyamas "Ende der Geschichte", hebt sie mit Horkheimer aus den Angeln und stellt sie mithilfe einer Neuinterpretion der Kenosis von den Füßen auf den Kopf: Ist es möglich, dass der Weltgeist mit kurzem Zwischenstopp im Silicon Valley erst in China zu sich selbst kommt, um uns plötzlich als künstliche Intelligenz zu erscheinen? Er würde damit Hegel selbst das Fürchten lehren: Wenn Geschichte das ist, was nur von Menschen geschrieben werden kann, dann mag das Ende der Geschichte nah sein.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.03.2021

Rezensent Oliver Weber lernt beim Politikwissenschaftler Moritz Rudolph, wie die Welt zusammenhängt. Der geschichtsphilosophische Ansatz des Autors, Verbindungen zu suchen, etwa zwischen der Globalisierung im 21. Jahrhundert und dem chinesischen Reich des 13. Jahrhunderts, scheint Weber vielversprechend. Vergessene weltgeschichtliche Spuren aufzeigend, Viren- und Lieferketten, auf der Seidenstraße und auf Datenautobahnen, hilft das Buch Weber, globale Trends zu verstehen. Das so entstehende Bild ist nicht immer hell und freundlich, warnt der Rezensent.