Übersetzt von: Kristian Lutze, Andreas Helweg, Pauline Kurbasik. Ash ist ein weißer, heterosexueller cis-Junge aus der Mittelschicht. Er hält sich selbst für einen guten Kerl, aber nicht gerade für den Mittelpunkt des Universums. Bis er eines Freitags in eine andere Dimension katapultiert wird, in der er genau das ist - der Mittelpunkt des Universums! Damit verfügt ausgerechnet Ash nun über die Macht, die Welt zu verändern. Doch irgendetwas geht schief, und Ash führt - aus Versehen - die Rassentrennung wieder ein. Natürlich will er das wieder geradebiegen, aber: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen...
Rezensentin Ramona Lenz gefällt, wie anschaulich Neal Shusterman in seinem Science-Fiction-Roman das Thema Rassismus in den USA verhandelt. Hier wacht der als weißer cis-Junge aus der Mittelschicht eher weniger für Rassismus sensibilisierte Ash nach einem Football-Tackle plötzlich mit der Fähigkeit auf, den Verlauf der Dinge beeinflussen zu können - auch in der Vergangenheit: das Stipendium seines Vaters etwa, das dann die Familie reich macht, aber auch die Rassentrennung, die er "versehentlich" wieder einführt. Die großen Fragen, die Shusterman dabei stelle, etwa nach individuellem und gemeinschaftlichem Wohl oder der Begrenztheit unserer Perspektive, findet Lenz wichtig. Nur auf die Corona-Verweise, die "wie nachträglich eingestreut" wirken, hätte sie gut verzichten können.
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