Philipp Ruch

Es ist 5 vor 1933

Was die AfD vorhat - und wie wir sie stoppen
Cover: Es ist 5 vor 1933
Ludwig Verlag, München 2024
ISBN 9783453281752
Kartoniert, 224 Seiten, 10,99 EUR

Klappentext

Die Brandmauer bröckelt: War die AfD bis vor einiger Zeit noch nahezu isoliert, scheinen sich immer größere Teile von Politik und Gesellschaft mit ihren menschenfeindlichen Positionen, dem Rassismus, dem Sexismus und der antidemokratischen Rhetorik abzufinden. Die rechtsextreme Partei bereitet sich darauf vor, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Sollte ihr das gelingen, würde sie zügig ihren Plan umsetzen: die Demokratie abschaffen und Deutschland von innen her umbauen. Wie können wir das ganze Ausmaß dessen, was ein AfD-Staat anrichten würde, heute schon erfassen? Philipp Ruch blickt zurück in die politische Vergangenheit des Landes und stellt sich der Frage, ob unsere Abwehrpolitik gegen die AfD heute besser ist als die damalige gegen die NSDAP. Dazu hat der Gründer des "Zentrums für Politische Schönheit" über 2.000 Beweisstücke für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD zusammengetragen, die keinen Zweifel daran lassen, dass diese Partei längst hätte verboten werden müssen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.08.2024

Philipp Ruch, der Gründer des Zentrums für politische Schönheit, hat ein Buch vorgelegt, das auch den Rezensenten Pitt von Bebenburg davon überzeugt, dass ein Verbotsverfahren gegen die AfD keinesfalls chancenlos ist. Auch wenn die vielen Beleidigungen wie "Bundeswildschwein" gegenüber AfD-Politikern seinem Anliegen nicht zuträglich sein dürfte, überzeugen die vielen gesammelten Aussprüche führender Parteigrößen Ruch davon, dass die AfD, in frappierender Ähnlichkeit zur Situation der späten Weimarer Republik, die Demokratie abschaffen will, so Bebenburg. Ihn überzeugt abschließend auch der düstere Zukunftsentwurf einer AfD-geführten Regierung, den Ruch als klare Warnung miteinbringt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.08.2024

"Das Buch der Stunde" findet Rezensent Hilmar Klute mit Philipp Ruchs Kampfschrift gegen die AfD. Etwas eigenwillig sei es zwar schon, wie der Aktionskünstler und Aktivist seinen Text aufbaue: eine Kombination aus historischer Recherche und Analyse der Radikalisierung und Machtzunahme der AfD in den letzten Jahren vor der Folie des Nationalsozialismus, wobei auch Olaf Scholz und Friedrich Merz für ihr mangelndes Eingreifen kritisiert werden, mit einer dystopischen Imagination einer Machtübernahme der AfD: Kitas werden geschlossen, die Bürger bewaffnet, Journalisten hingerichtet. Das liest sich "grell" und ist stellenweise auch eher dem Effekt als der historischen Schlüssigkeit verschrieben, meint Klute. Aber trotzdem trage Ruchs Gerüst aus historischer Quellenarbeit und Analyse dieses Szenario, und wirkungsvoll sei es allemal. Ein zwar mit Übertreibung arbeitender, aber gleichwohl "aufklärerischer" und "appellativer" Essay, der der politischen Situation angemessen ist, lobt Klute.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.08.2024

Tanjev Schultz stellt in seiner Rezension drei Sachbüchern über die AfD vor, die er für unterschiedlich gelungen hält: Eva Kienholz' "Kurze Geschichte der AfD", "Angriff auf Deutschland" von Michael Kraske und Dirk Laabs sowie Philipp Ruchs "Es ist 5 vor 1933". Das Buch des Aktionskünstlers Philipp Ruch nimmt sich im Vergleich wenig reflektiert aus, findet Schultz. Ruch, Leiter des Zentrums für politische Schönheit, schildert die AfD in grellen Bildern und scheut sich, so der Rezensent, nicht vor entpolitisierenden Beschreibungen einer Partei, die er von "reiner Bösartigkeit" geprägt sieht. Da winkt Schultz doch ab: Der AfD wird man seiner Ansicht nach weder mit "rhetorischer Kraftmeierei" noch mit plumpen Übertreibungen beikommen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.08.2024

Ziemlich unterirdisch ist das, was Philipp Ruch hier zusammenschreibt, erregt sich Rezensent Jens Winter. Der Leiter des Zentrums für Politische Schönheit möchte vor der kommenden Machtergreifung der AfD, bei ihm datiert auf das Jahr 2029, warnen, lernen wir, und er greift zu diesem Zweck allerlei oft erschreckende Zitate von Politikern der Partei auf. Ruch will mit seinem Buch das Verbot der Partei vorantreiben, aber daran, wie das konkret funktionieren könnte, hat er kein Interesse, meint Winter, vielmehr werden in seinem Buch AfD-Politiker mit allerlei Schimpfwörtern überzogen. Die Partei ist für Ruch schlicht die Verkörperung des Bösen, und wer dieses Böse bekämpfen will, muss eben durchgreifen. Ruch macht sich die Rhetorik seiner Gegner zu eigen, findet Winter, der seine Rezension mit einem sprechenden Vergleich eines Ruch-Zitats mit "Mein Kampf" beschließt.

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