Wenn Deutschland im Wahljahr 2026 den Weg in einen neuen Unrechtsstaat einschlägt, wird ganz Europa dem Rechtsextremismus anheimfallen. Kann diese Entwicklung noch gestoppt werden? Die Antwort, die Hermann Vinke in seiner Flugschrift gibt, öffnet neue Wege der Kommunikation. Der Journalist und Autor nennt zugleich ein Bündel von Maßnahmen, wie Wählerschichten für demokratische Parteien zurückzugewinnen sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.01.2026
Mit viel Sympathie bespricht Rezensentin Christine Knödler dieses Buch, das sich in der Tradition der Schriften Stéphane Hessels an junge Leute richtet. Der neue Hessel heißt Hermann Vinke, machte sich einen Namen als ARD-Journalist und warnt hier vor kommenden Wahlerfolgen der AfD, die die Demokratie gefährden. Zum Glück setze Vinke nicht auf polemische Schuldzuweisungen, sondern auf vernünftigen Diskurs. Was praktische Lösungswege angeht, fordert er, soziale Netzwerke besser zu kontrollieren und mittelfristig die AfD zu verbieten. Wobei es erst einmal darum geht, Leute aus der von den Gegebenheiten enttäuschten Mitte für die Demokratie zurück zu gewinnen. Angereichert ist das Ganze mit Zitaten von Vorbildern, wie Martin Luther King, Carl von Ossietzky oder auch Carolin Emcke, aber auch die menschenfeindliche Sprache eines Hermann Göring wird analysiert. All das soll die junge Generation zum Handeln bewegen, Knödler hofft sehr, dass es klappt.
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