Pietro de Marchi

Das Orangenpapier / La carta delle arance

Gedichte italienisch und deutsch
Cover: Das Orangenpapier / La carta delle arance
Limmat Verlag, Zürich 2018
ISBN 9783857917981
Gebunden, 160 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Christoph Ferber. Pietro De Marchis dritter Lyrikband lehrt uns wie die Vorgängerbände präzises Sehen auf Nahes und Entferntes, auf Hell und Dunkel, auf Alltägliches und Entlegenes. In seinem Zentrum stehen Menschen, deren Stimmen, Aussagen und Geschichten der Autor liebevoll nachzeichnet, mit Grazie und jener oft trügerischen Leichtigkeit, die den Blick ins Tiefe - ja ins Tragische - offen lässt und uns so veranlasst, die Worte zu hinterfragen, ihnen jenen Sinn zu geben, der ihnen zukommt und der sich hinter ihren schlichten, exakt gefügten Rhythmen verbirgt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.04.2018

Unbedingt laut lesen, empfiehlt Rezensent Roman Bucheli nach der Lektüre von Pietro de Marchis Gedichten, und zwar sowohl im Original als auch in der eigenwilligen, aber nicht minder gelungenen Übersetzung Christoph Ferbers. Denn was er unter dem Titel "Das Orangenpapier" versammelt findet, seien nichts Geringeres als "musikalische Kleinode", brillant komponiert und voller Rhythmus, schwärmt der Rezensent. Und auch als Maler kann Bucheli sich de Marchi vorstellen, denn seine Lyrik führt ihm wunderschöne Bilder vor Augen, von ephemeren Papierzylindern etwa. So sinnlich, wie Marchi Gepflogenheiten und Kindheitserinnerungen an das Sizilien der Sechziger vergegenwärtigt, glaubt Bucheli gar, selbst dort aufgewachsen zu sein. Wunderbare Sprachspiele, ganz ohne Selbstreferenz, aber voller poetischer Reflektionen über das Vergehen der Zeit und die Veränderung der Lebensumstände, lobt der Rezensent, der dieses "synästhetische Wunderwerk" nur wärmstens empfehlen kann.
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