Das Untote scheint sich unserer Gesellschaft zu bemächtigen - "seelenlose Städte", ein Wirtschaftsmodell, das gutes Leben mehr zerstört als ermöglicht, die Rückkehr der faschistischen Monster. Raul Zelik fragt, wie diese Entwicklungen zusammenhängen und wie sie sich stoppen lassen. Bei dieser Suche wendet er sich einer weiteren Untoten zu, die einfach nicht sterben will: der sozialistischen Idee. Ohne eine Stärkung des Gemeineigentums, so Zelik, werden weder der ökologische Kollaps noch der drohende Sturz in den Autoritarismus zu verhindern sein. Die vielfältige Krise bedarf eines großen emanzipatorischen Gegenentwurfs. Zelik skizziert, wie sich die Linke neu erfinden kann, worin ein sozialistisches Projekt bestehen muss und woher die gesellschaftliche Macht kommen soll, um eine derartige Transformation umzusetzen.
Rezensent Georg Sturm ist angenehm überrascht, dass der Linkenpolitiker Raul Zelik hier nicht nur für die Ablösung des Kapitalismus durch einen grünen Sozialismus plädiert, sondern auch präzise erläutert, wie eine solche Entwicklung vonstatten gehen könnte: soziale und parteipolitische Initiativen müssen sich verbünden, hat er gelernt. Zelik wirbt laut Sturm für eine "Mischung aus linkem Green New Deal, Infrastruktursozialismus und Wirtschaftsdemokratie", deren Effektivität er anhand vieler Quellen belegen und die er unterhaltsam erklären kann, lobt der Rezensent.
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