Herausgegeben von Martin L. Davies und Christoph Schulte. Die Maimoniana des Sabattia Joseph Wolff, die 1813 erschienen sind, erzählen die Lebensgeschichte des jüdischen Philosophen und Aufklärers Salomon Maimon (1753-1800) anhand von Anekdoten aus dessen Leben. Wolff präsentiert dem Leser die erste moderne Biografie eines Juden: Kein Gott, sondern Herkunft und Elend lenken die Geschicke des armen Rabbiners Maimon, der nach einer Jugend in der Welt des litauischen Stetl, des Talmud und der Kabbala, nach Berlin wandert und dort zu einem anerkannten Kantianer wird. Zugleich ist der Band eine Fortsetzung von Maimons vielgelesener zweibändiger Autobiografie, die 1792/93 unter dem Titel Salomon Maimons Lebensgeschichte erschienen ist. In der Einleitung beschreibt Christoph Schulte die Bedeutung der Lebensgeschichte Salomon Maimons für die jüdische Autographik, während Martin L. Davies in einem Nachwort die bisher weitgehend unerforschte Geschichte des Arztes Sabattia Joseph Wolff untersucht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.04.2004
Zwischen Aufklärung und Kabbala, jüdischer und hebräischer Sprache, Moses Mendelssohn und Kant war der Denker Salomon Maimon zeit seines Lebens schwer einzuordnen. Hinzu kommt, dass seine philosophischen Texte stets als Kommentare zu anderen Denkern geschrieben waren, die er, der Klarheit halber, gerne noch einmal kommentierte. Mit jetzt erschienenen Neuausgaben seines Werks dürfte auch ein neues Interesse am Leben Maimons entstehen, meint Friedrich Niewöhner. Da kommt diese Charakteristik, die der Arzt Sabattia Joseph Wolff 1813 veröffentlichte, gerade recht. Das Buch sei zwar "geschwätzig", aber "liebevoll" - und unterm Blick des Mediziners entstehe ein durchaus plastisches Bild des Philosophen und nicht zuletzt seiner "Schrullen". Bedauerlich allerdings, so Niewöhner, dass die Kommentare so spärlich ausgefallen sind.
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