Aus dem Georgischen von Iunona Guruli. Im Buch der Fotografin Dina Oganova und der Schriftstellerin und Politologin Salome Benidze berichten Frauen mehrerer Generationen von ihren Erfahrungen während des Kaukasuskrieges im August 2008. Sie erzählen von den Kriegstagen, von Gewalt und Verlust, Beharrlichkeit und Mut und vom Wiederaufbau und ihrem Leben im heutigen Georgien. Oganova und Benidze verleihen damit denjenigen eine Stimme, die in der Geschichtsschreibung dieses Krieges sonst nicht auftauchen, und bieten ungewohnte Einblicke in eine Lebenswelt zwischen Krieg und Normalität, zwischen Trauma und Alltag. Oganovas Fotografien illustrieren die von Benidze aufgezeichneten Erfahrungsberichte auf eindrückliche Weise.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.05.2020
Olga Hochweis erlebt die Traumatisierung einer Generation mit dem Erinnerungsbuch von Dina Oganova und Salome Benidze von 2018. Die versammelten Fotografien und kurzen Erlebnisberichte georgischer und ossetischer Frauen aus dem Russisch-Georgischen Krieg von 2008 findet sie beklemmend und aufschlussreich, erinnern sie doch an einen vergessenen Krieg. Auf aufwühlende Weise, so Hochweis, erzählen Bäckerinnen, Ärztinnen, Rentnerinnen und Lehrerinnen von Gewalt und Todesangst, Leid und Hoffnung. Besonders scheint Hochweis der ungeschönte, auf mündlicher Überlieferung basierende Ton der Texte, nicht tröstlich, aber authentisch, findet sie.
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