Der Band versammelt Sigrid Damms essayistische Arbeiten aus über vier Jahrzehnten und wird von einer Einleitung des Germanisten und Schriftstellers Heinrich Detering begleitet. Enthalten sind neben den jüngst entstandenen Essays über Hermann Hesse, Ulrich Schacht, den Film "Leuchte, mein Stern, leuchte" die Arbeiten über den Totentanz-Zyklus des Malers Lutz Friedel und das Werk von Franz Fühmann, auch Miniaturen zum Leben von Caroline Schlegel-Schelling, Róẑa Domašcyna und Angela Krauß. Essayistische Arbeiten über Lenz und Goethe, die parallel zu Sigrid Damms großen biografischen Erzählungen wie Christiane und Goethe entstanden, und der Text "Der Kopierstift hinter dem Ohr des Soldaten" beleuchten die Arbeitsweise der Autorin und geben Einblicke in ihre unbeirrte Spurensuche.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 23.06.2023
Rezensent Arno Widmann schwelgt in Sigrid Damms Aufsätzen, die ihn mächtig inspirieren. Wenn Damm etwa über Goethes Ehebett schreibt, spinnt Widmann sich einen Monolog des Bettbauers Spangenberg über die Bettennutzung in der Weimarer Klassik aus. Franz Fühmanns Schreibtechnik wird in den detailreichen Beschreibungen Damms für den Rezensenten plastisch vorstellbar. Wie die Autorin das macht, ist Widmann ein Rätsel, aber eines ist ihm klar: Damm spricht zum Leser, ohne sich anzubiedern.
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