Herausgegeben von Andreas Bernhard und Ulrich Raulff.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.03.2003
Kurz und bündig stellt der mit dem Kürzel "upj" zeichnende Rezensent den von Andreas Bernhard und Ulrich Raullff herausgegebenen Band "Theodor W. Adornos "Minima Moralia neu gelesen" vor. Er enthält Beiträge von zwei Dutzend Intellektuellen über je einen der Aphorismen jener Bibel von "damals", die von philosophischen Sachverständigen mitunter als das letzte philosophische Volksbuch der Deutschen bezeichnet wird und das Thomas Mann als "schmerzhaft in sich verwickelte Lyrik" beschrieben hatte. Was sich die Beiträge im Einzelnen zu den Adornos Aphorismen einfielen ließen, erfährt man vom Rezensenten nicht. Immerhin lässt er durchblicken, dass sich nicht alle Kommentatoren von heute nahtlos und begeistert an Adornos rastlose Inventur des Verfalls anschließen.
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