Aus dem Französischen von Sabine Dzuck und Melanie Heusel. Die Siesta ist mehr als ein heiteres Dämmern - sie ist ein Moment der Ruhe, der Wollust und ein Akt des Widerstands, gefeiert in Kunst und Literatur. Wer mittags schläft, entzieht sich der Fremdbestimmung, widersetzt sich den Rhythmen der Arbeitswelt und der Produktivitätsmoral. Siesta ist Individualität, Siesta ist Luxus. Thierry Paquot erzählt die Geschichte des Mittagsschlafs in verschiedenen Mythen und Kulturen. Er verfolgt seine Spur in der abendländischen Malerei und ruft auf zur Revolution: Mittagsschläfer aller Länder behauptet eure Einzigartigkeit und widersteht der globalen, der totalitären Zeit! Das ist nur der Anfang, die Siesta geht weiter!
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.09.2020
Vera Block empfiehlt Thierry Paquots Buch über das Glück des Mittagsschlafs als Siesta-Lektüre. Das 20 Jahre alte Buch erfährt in Corona- und Homeoffice-Zeiten laut Block eine gewisse Aktualisierung. Doch Paquots Fakten, Gedanken und Beobachtungen zum Nickerchen in der Geschichte und als Bastion der Selbstbestimmung im durchgetakteten Alltag scheinen der Rezensentin grundsätzlich anregend, weil amüsant und lehrreich, auch wenn der eurozentristische Blick des Autors Block stört. Die Abbildungen von ruhenden Menschen von Breughel oder Delacroix verleihen der abstrakten Materie einen zusätzlichen Reiz, findet sie.
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