Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Bühne

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 17.11.2025 - Bühne

"Das große Heft." Bild: Lalo Jodlbauer.


Nachdem Jette Steckels Adaption in Bochum schon hoch gelobt worden ist (unser Resümee) inszeniert nun Karin Henkel Ágota Kristófs "Das große Heft" am Schauspielhaus Hamburg. Nachtkritiker Falk Schreiber ist von der Kriegs-und Gewaltgeschichte eines Zwillingspaars zwar nicht restlos überzeugt, sieht aber durchaus beachtliche Momente in der Inszenierung: "Nach rund 90 Minuten Spieldauer macht sie alles offensichtlich, indem sie den ungenannten Krieg und die Bombardierung der Großstadt mit dem 'Hamburger Feuersturm' gleichsetzt, der 'Operation Gomorrah' im Sommer 1943, als britische und US-amerikanische Bomber die Hansestadt unter Beschuss nahmen. Insbesondere dichtbesiedelte, elbnahe Arbeiterviertel wie Rothenburgsort und Hamm wurden zerstört, geschätzt sind 34.000 Tote und 900.000 Verletzte. Noch gibt es Überlebende, und kurz vor der Pause betreten sieben von ihnen die Bühne, als Wendung ins Dokumentartheater. Und diese sieben Überlebenden erzählen: von Nächten im Bunker, von verkohlten Leichen auf den Straßen, von der traumatischen Erfahrung, die sie bis ins Alter verfolgt. Die jüdische Überlebende Marione Ingram stellt freilich klar, dass die Bombardierungen für sie ein Segen waren."

Simon Strauss zeigt sich in der FAZ nachhaltig beeindruckt: "Wie viel Distanz können wir zu unseren Erinnerungen bewahren? Ab wann wird Nähe zum Erlebten zur Qual? Bühnenbildnerin Katrin Brack findet darauf mit einem dreh- und wendbaren Stahlkreis aus Lautsprechern, Scheinwerfern und Ventilatoren eine symbolische Antwort: Die Erinnerung ist ein zirkuläres Wesen, das uns mit unterschiedlicher Technik aus unterschiedlicher Richtung unerwartet anfällt. (…) Kristofs Satz über einen toten Soldaten, dem 'wegen der Raben die Augen fehlen', wird einem noch eine Weile nachgehen."

Weiteres: Peter Laudenbach porträtiert in der SZ den ukrainischen Regisseur Star Zhyrkov. Besprochen werden "Das Ende des Westens" von Lars Werner, Regie führt Łukasz Ławicki am Staatstheater Oldenburg (Nachtkritik), "Das Ende ist nah" von Amir Gudarzi, inszeniert von Sara Ostertag am Wiener Schauspielhaus (FAZ, taz), Emmanuel Carrères "V13", inszeniert von Stefan Kimmig am Schauspiel Köln (taz), Thom Luz' Inszenierung von Humperdincks "Hänsel und Gretel" am Opernhaus Zürich (Nachtkritik) und an der Oper Graz inszeniert Ute Engelhard Verdis "Rigoletto" (Standard).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 15.11.2025 - Bühne

Szene aus "V13". Foto: Birgit Hupfeld

Jene "emphatische Sachlichkeit" die Emmanuel Carrères Reportage "V13" über die Terroranschläge in Paris auszeichnete, geht verloren, wenn Stephan Kimmig sein "theatrales Destillat" auf die Bühne des Kölner Schauspiels bringt, muss Alexander Menden in der SZ feststellen: "In keiner Perspektive verharrt das Stück lange, allen Facetten, so scheint es, soll es gerecht werden, aber von allen will es auch irgendwie Abstand halten. … Überhaupt wirkt manches wie aufgepfropft: Paul Grill muss die wütenden Aussagen des Nebenklägers Patrick Jardin, der den Angeklagten für den Mord an seiner Tochter die Todesstrafe wünscht, mit grunzenden Muskelposen illustrieren - eine Art visuelle Denunziation eines menschlich nachvollziehbaren Impulses. Ebenso unnötig die gleichsam fiebrige Dringlichkeit, mit der vor allem Claude de Demo sowohl die Brutalität des IS anklagt, als auch - hochproblematisch - die Einlassungen des Hauptangeklagten Salah Abdeslam vorträgt. Stets hat man das Gefühl, hier wolle sich die dramatische Form in dramatischem Ton für die Umnutzung der gerade aufgrund ihrer Nüchternheit so wirkungsvollen Reportage rechtfertigen."

Besprochen werden Sarah Kortmanns Adaption von Marc-Uwe Klings Roman "Quality Land" am Frankfurter Stallburg Theater (FR), Carline Brouwers Musicalproduktion "Pretty Woman" im Deutschen Theater in Berlin (SZ), das Stück "Thikra - Night of Remembering" im Haus der Berliner Festspiele, mit dem sich der britisch-bengalische Choreograf Akram Khan von seiner Company verabschiedet (SZ), Stas Zhyrkovs Adaption von Saša Stanišics Roman "Herkunft" am Berliner Ensemble (Tsp), Sara Ostertags Adaption von Amir Gudarzis Roman "Das Ende ist nah" am Teata / Schauspielhaus Wien (nachtkritik),  Lena Braschs Inszenierung "No Scribes" nach Paula Fürstenberg, Alisha Gamisch und Raphaëlle Red im Literaturhaus Berlin (FAS) und Dmitri Tcherniakovs Inszenierung von Tschaikowskys "Jungfrau von Orleans" unter dem Dirigat von Valentin Uryupin an der Niederländischen Nationaloper (FAZ).
Stichwörter: Carrere, Emmanuel

Efeu - Die Kulturrundschau vom 14.11.2025 - Bühne

Szene aus "Herkunft". Foto: Gianmarco Bresadola

Durchaus verdienstvoll findet Nachtkritiker Falk Richter, dass sich der ukrainische Regisseur Stas Zhyrkov in seiner Adaption von Saša Stanišićs Roman "Herkunft" am Berliner Ensemble von der Vorlage löst und Stanišićs Flucht-Erfahrungen aus Jugoslawien ins Allgemeine ausweitet: "Die Migrationserfahrungen der Erzählerfigur in Heidelberg (und später seine Integration in die deutsche Hochkultur) kommen zwar vor, bleiben aber am Rande, das Zentrum des Abends ist ein nicht unkritisches Umkreisen von Heimatkonstruktionen. 'Zugehörigkeitsgefühl!' spuckt Marina Galic (die mit gestreiftem Pullover und Seitenscheitel eine gelungene Kopie des Autors Stanišić abgibt) einmal angewidert aus. 'Jetzt ist mal gut hier!'" Aber, meint Richter, "das ist alles sehenswert, wirklich eine Antwort darauf, was 'Herkunft' dem Theater zu sagen hat, gibt es nicht."

Besprochen werden Alexej Ratmanskys Choreografie zu Johann Sebastian Bachs "Kunst der Fuge" in Kopenhagen (SZ, mehr hier) und Sebastian Hartmanns Adaption von Choderlos de Laclos' Roman "Gefährliche Liebschaften" am Hamburger Thalia Theater (nachtkritik).
Stichwörter: Stanisic, Sasa, Zhyrkov, Stas

Efeu - Die Kulturrundschau vom 13.11.2025 - Bühne

Thikra: Night of Remembering" Foto: Camilla Greenwell 

Nur zu gern lässt sich Katrin Bettina Müller für die taz in den düsteren Sog von Akram Khans mythischer Choreografie "Thikra: The Night of Remembering" hineinziehen, die bei den Berliner Festspielen zur Uraufführung kam. Frauen sind hier Dämonen, Königinnen und Göttinnen, aber auch Trauernde. Was "wiederholt in die Erinnerung dringt und schmerzhaft durchlebt wird, ist Verlust. Einmal, zweimal und noch einmal und wieder ist es eine einzelne junge Frau, die niedersinkt. Eine Figur in Schwarz kommt hinzu, manchmal kriechend wie eine Spinne, vielleicht ist sie als Dämonin zu lesen. Sie scheint Leben geben und nehmen zu können. Gestenreich und mit vielen Grimassen, die eben an die Bilder von Dämonen erinnern, wacht sie über den gefallenen Körpern, beschwört etwas herbei, jagt etwas anderes in die Flucht, bewegt die Körper der Hingesunkenen wie steife Puppen. Und bringt sie manchmal auch wieder unter die Lebenden zurück."
Stichwörter: Khan, Akram

Efeu - Die Kulturrundschau vom 12.11.2025 - Bühne

Für den Tagesspiegel porträtiert Tom Mustroph die Schauspielerin Marina Galic, die als neues Ensemblemitglied im Berliner Ensemble ebendort die Hauptrolle in der Bühnenadaption von Saša Stanišić' Roman "Herkunft" spielen wird.

Besprochen werden Michail Glinkas Oper "Ruslan und Ljudmila" an der Hamburger Staatsoper (backstage classical, Welt, mehr hier) und Mathieu Bertholets Inszenierung "Gilberte de Courgenay" von Rudolf Bolo Mäglin & Anderen am Zürcher Theater am Neumarkt (NZZ, nachtkritik).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 11.11.2025 - Bühne

Szene aus "Ruslan und Ljudmila" an der Staatsoper Hamburg. Foto: Matthias Baus.

Zwar ist Michail Glinkas Oper "Ruslan und Ljudmila" ein Märchen - ein Adventsstück für Kinder haben Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka aber in ihrer Inszenierung nicht daraus gemacht, warnt Jan Brachmann in der FAZ. Die Regisseurinnen bringen das Kunstmärchen nach Alexander Puschkin als Kritik am Patriarchat an der Staatsoper Hamburg auf die Bühne, es spielt sich größtenteils in U-Bahnschacht oder einer Schwulenbar ab - das ist alles nicht sehr originell findet der Kritiker. Ganz anders als die Musik von Michail Glinka: "Die hat ihrer Kühnheit wegen Geschichte geschrieben: Für die Welt des Zauberers Tschernomor verwendete Glinka erstmals die vollständige Ganztonleiter und griff damit 1842 voraus bis auf Claude Debussy; es gibt zwei Chöre im Fünfvierteltakt; das persische Lied weist den Weg zum Orientalismus von Alexander Borodin; die Tanzeinlage bei der Zauberin Naina nimmt die Ballette von Peter Tschaikowsky vorweg (...) Glinkas Oper ist ein Feuerwerk musikalischer Inspiration für die folgenden siebzig Jahre."

In der SZ sieht es Helmut Mauró anders. Das Stück ist die erste Oper in russischer Sprache und gilt deshalb als russische Nationaloper. Das unterlaufen die Regisseurinnen gekonnt, findet er: "Dass man sehr wohl politisch sein kann, ohne in jeder Szene mit plumpen Anspielungen hausieren zu gehen, zeigten die beiden Regisseurinnen eindrucksvoll. Es ist ein untergründiges Stück geworden - tatsächlich spielt es zum großen Teil in einer U-Bahn-Station -, in dem es vor allem um eines geht: Wie sich ein Machtapparat Schritt für Schritt zum Unterdrückungsregime entwickelt, der alles und jeden vernichtet, der aus der Reihe tanzt. Wie kulturelle Ambitionen gleichzeitig in den Untergrund gedrängt werden und eine Subkultur entsteht, die am Ende wiederum Opfer staatlicher Gewalt wird."

Weiteres: Tom Mustroph war für die taz beim Monolog-Festival im Berliner td. Besprochen werden Julie Grothgars Inszenierung von Valère Novarinas Stück "Das eingebildete Tier" am Theater an der Ruhr (FAZ) und die Choreografie "Gnawa" von Nacho Duato beim Tanzfestival Rhein-Main im Staatstheater Wiesbaden, getanzt von der São Paulo Dance Company (FR).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 10.11.2025 - Bühne

"Die Zauberformel von Zürich." Bild: Zoé Aubry.


"Die Zauberformel von Zürich" am Zürcher Schauspielhaus, geschrieben und inszeniert von Stefan Kaegi von Rimini Protokoll, ist ein hochpolitisches (Vor-)Weihnachtsstück, lobt nachtkritikerin Valeria Heintges. Acht Kinder zwischen elf und vierzehn Jahren wollen die Welt verbessern: Sie "nehmen das Publikum mit auf eine (zuweilen etwas ausufernde) Parforcetour, vom Zürcher Pfauen zu den (Berufs-)Wunsch-Stationen jedes Einzelnen und am Schluss sogar ins Berner Bundeshaus. Lisa Zutavern etwa wünscht sich eine größere Wohnung für ihre Familie. Und so steigen sie ein ins Puppenhaus, ausgerüstet mit Bluescreen-Technik und Handykamera. Schauen in Zutaverns Wohnung und in die des Nachbarn (der bewohnt ganz allein sechs Zimmer!), um die Ursachen der Wohnkrise zu untersuchen. (…) Und lassen sich von Kuzma Ignatiev Kyiv zeigen, aus dem der vor drei Jahren nach Zürich geflohen ist. Nur um am Ende festzustellen, dass sich niemand um die Rettung der Gletscher, die Hilfe für Arme oder ein Ende des Krieges einsetzt. Also nehmen sie die Sache selbst in die Hand."

Besprochen werden außerdem Rachid Ouramdanes "Contre-Nature" auf dem Tanzfestival Rhein-Main (FR), "Die ganze Welt ist eine Bühne. Shakespeares Narren", ein Theaterabend mit Marian Kindermann am Neuen Theater Halle (FAZ), "Taxi nach Drüben" von Philipp Löhle am Theater Ulm (nachtkritik), die Doppelaufführung "Das eingebildete Tier" von Valère Novarina, inszeniert von Julie Grothgar, "Ein anderes Blau" von Charlotte Sprenger am Theater an der Ruhr (nachtkritik) und "Josephine Baker" von Monika Gintersdorfer und La Fleur, inszeniert von ersterer am Theater Freiburg (nachtkritik).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 08.11.2025 - Bühne

Yelizaveta Landenberger besucht für die taz Theater im ukrainischen Odessa und Mykolajiw, wo trotz Krieg immer noch gespielt wird. Und warum auch nicht? Man kann ja nicht immer weinen. In Mykolajiw steigt sie in den Untergrund, dort "steht an diesem Tag eine französische Komödie auf dem Programm, 'Tout payé!', 'Alles ist bezahlt', von Yves Jamiaque. Die Stimmung ist gelassen. Die Zuschauer sind allerdings froh, dass die Luftangriffe dem Theaterabend hier im Schutz der stickigen, aber gemütlichen 'Luftschutz-Bühne' nichts anhaben können. Einmal schon wurde das Theater zum Ziel: Am 22. September 2022 schlug nachts eine S-300 Rakete im Hof des Gebäudes ein ... Obwohl das Geschoss glücklicherweise das Gebäude selbst verfehlte, war der Schaden enorm: Fenster, Wände und Spiegel zerbrachen, Möbel, Computer, Nähmaschinen wurden zerstört, Kostüme beschädigt. Eine im Hof aufgestellte Bacchus-Skulptur verlor beide Arme. In diesem Zustand steht sie noch heute da, als Mahnmal des Krieges."

Auch im Kosovo wird Theater gespielt - ohne die Zivilisten zu vergessen, die serbische und jugoslawische Einheiten 1998 ermordeten, aber auch als Projekt der Versöhnung, berichtet Jakob Hayner in der Welt. "Es ist nicht zu verlangen, dass das Theater die Wunden der Gewalt heilen könnte. Aber vielleicht kann es in Erinnerung rufen, dass es Wege aus der Gewalt gibt. Inspiration hat [der Dramatiker Jeton] Neziraj mit seinem neuesten Stück 'Under the Shade of a Tree I Sat and Wept' in Südafrika gefunden - und in der Geschichte des Kosovo. Es geht um die Wahrheits- und Versöhnungskommission nach der Apartheid in Südafrika und eine Kampagne gegen Blutfehden unter albanischen Familien aus dem Jahre 1990. Zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, Gewalt einzuhegen. Und auch zwei Beispiele für die Zukunft?"

Weitere Artikel: In der Welt kann Manuel Brug nicht verstehen, dass dem 2012 verstorbenen Hans Werner Henze bereits das Vergessen droht: In München spielte man kürzlich immerhin noch seine "Englische Katze". Aber anderswo? Flaute. "Besonders übel stößt es freilich in Berlin auf, auch lange ein Henze-Hot-Spot. Kein einziges der drei Musiktheater erinnert an ihn". In der FAS porträtiert Wiebke Hüster den Performancekünstler, Choreografen und Tänzer Michael Laub, dessen neue Arbeit "Snapping 2025/Snap Dance" dieses Wochenende beim "S'Art Urban Art Festival" in Battambang in Kambodscha zu sehen ist.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 07.11.2025 - Bühne

Besprochen werden das Tanzstück "Glitz" von Sebastian Weber und Company beim Tanzfestival Rhein-Main in Wiesbaden (FR), das Berliner Festival Theater der Dinge (taz), Holle Münsters und Anna von Haeblers Adaption von Natalia Ginzburgs Roman "Alle unsere Gestern" am Berliner Ballhaus Ost (nachtkritik) und Marie Schwesingers und Lukas Nowaks Adaption von Anna Seghers' Roman "Transit" im Werkraum am Berliner Ensemble (taz).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 06.11.2025 - Bühne

Szene aus Florian Lutz' "Aida" in Kassel. Foto: Sylwester Pawliczek 

Für die Zeit sieht sich Christine Lemke-Matwey "Das Wunder von Kassel" genauer an. Die Stadt hat es in nur fünfzehn Monaten geschafft, eine Interimsspielstätte für ihr baufälliges Staatstheater zu errichten. Nun kann es für den neuen Intendanten Florian Lutz losgehen, der hier eine ganz neue Form des Theaters schaffen will - Stichwort "Partizipation" und "Theater des Erlebnisses", erklärt die Kritikerin. Bei seiner Aida-Inszenierung, die auf einem Kreuzfahrschiff spielt, ist das für die Kritikerin noch nicht so ganz geglückt: "Bevor man sich richtig fragen kann, ob es eine gute Idee ist, die Kunst zu verzwergen, indem man sie ins Korsett einer notorisch galoppierenden Realität presst ('Stadtbild'-Debatte inklusive), sinkt der Vergnügungsdampfer. Krieg? Havarie? Radames und Aida irren fortan mit Taschenlampen übers nachtschwarze Bühnenbaugerüst, und würden einen ihre Lichter nicht so hart blenden, das Finale besäße wohl - Poesie. So aber, mit schmerzenden Augäpfeln, saust doch bloß das alte Holzhämmerchen hernieder: Glotzt nicht so romantisch, ihr saturierten, kriegslüsternen Kulturbürger!"
Stichwörter: Aida, Lutz, Florian