Den
Weltraum erobert man nicht nur mit sehr viel Geld, sondern auch mit tollen Bildern und
Formbewusstsein,
schreibt Oliver Herwig in der
NZZ mit genauem Blick darauf, wie sich Elon Musks
SpaceX in der Öffentlichkeit präsentiert: Die Astronauten etwa "mit ihren schlanken Helmen und reinweißen Anzügen samt anthrazitfarbenen Abnähern und Schulterpolstern. ... '
Bella figura' ist eben alles, selbst in den unendlichen Weiten des Alls" und schließlich "ist Styling die Kunst,
Dynamik im Stillstand zu erzeugen. Lässt sich das aber auf Dinge anwenden, die ohnehin schnell unterwegs sind, auf Raketen etwa? Da diese erst die Erdanziehungskraft und gehörig Reibung der Atmosphäre überwinden müssen, ist die Kraft der Konzeptkünstler hier beschränkt. Austoben können sie sich dafür bei
futuristischen Interieurs, Raumanzügen und sogar bei erdgebundener Architektur."
Außerdem: Arno Widmann
erinnert in der
FR an den Kampf,
Hosen als legitime
Frauenkleidung durchzusetzen: Dieser lange, immer wieder von Rückschlägen bedrohte "
Kampf um die Hose ist immer auch ein Kampf um die
Freiheit. Bei dem Beharren auf dem kleinen Unterschied geht es einzig darum, das große Machtgefälle nicht zum Einsturz bringen zu lassen." In den aktuellen Kollektionen zeigt sich eine neue Tendenz zum
Apokalyptischen,
stellt Tillmann Prüfer in seiner Modekolumne für das
ZeitMagazin fest: "Die Mode hat aber nicht einfach Lust am Untergang, die Mode ist auch ein
Seismograf der Gesellschaft."