John Gallianos antisemitische Ausfälle in einer Bar, die 2011 zu seiner Entlassung bei Dior führten, waren kein Thema beim
Vogue-Gespräch mit dem Designer,
meldet Jess Cartner-Morley im
Guardian. Es war trotzdem interessant, fand sie, denn Galliano - für seine Schneiderkunst so berühmt wie für seine pompösen historischen Kostümspektakel - hat erstmals erklärt, wie er sich die Zukunft des Avant-Garde-Labels
Martin Margiela vorstellt, dessen Chef er seit Oktober 2014 ist: "Er hat das Innenfutter der Kleider als die Essenz dessen definiert, was Margiela unter seiner Aufsicht sein soll. "Ich möchte, dass das
Innenfutter das wird, was die Dior-Jacke ist oder die Chanel-Kamelie", sagte er und erklärte weiter, wie das Innenfutter
die Grundwerte von Margiela definieren kann - einem Haus, das
auf der Unsichtbarkeit gegründet wurde, dem Unerwarteten, Unglamourösen. Das
scharlachrote Outfit aus der jüngsten Margiela-Kollektion wurde auf der Bühne von innen nach außen gekehrt um zu zeigen, das was wie ein
Seidenkleid aussieht in Wahrheit ein
nach außen gekehrter Herrenmantel ist, das Seidenfutter zerschnitten und drapiert, so dass die Originalform verborgen ist. "Ich möchte dies in der Psyche der Menschen etablieren, so dass sie Margiela aus 50 Meter Entfernung erkennen", sagte Galliano."
Außerdem: Zu moralinsauer
findet Gemma Sieff im
New Republic Dana Thomas" Buch "Gods and Kings: The Rise and Fall of
Alexander McQueen and
John Galliano". In der
New York Times erzählt Hiroko Tabuchi wie
Google mit seinen auf Sucheingaben basierenden
Trendreports die Mode beeinflussen will.