Links: Alexander Wang für Alexander Wang. Rechts: Alexander Wang für Balenciaga. Beide RTW Sommer 2015Für die 20-Jährigen ist
Alexander Wang der neue Superstar unter den Modedesignern. 1983 in San Francisco als Sohn taiwanesischer Einwanderer geboren, gründete Wang 2005 sein eigenes Modelabel, 2012 wurde er Nachfolger von Nicolas Ghesquière bei
Balenciaga. Zwei Jahre später kannten und liebten ihn auch die H&M-Kunden, für die er eine erschwingliche Kollektion entwarf.
Mode ist für ihn vor allem "eine Art zu kommunizieren,
eine Unterhaltung darüber, wer wir sind und wie wir leben möchten", erklärt Wang im
Gespräch mit Jess Cartner-Morley vom
Guardian. Das klingt naiv, doch der 31-Jährige hat einen ungewöhnlich scharfen Blick auf seinen Riesenerfolg, lernt Cartner-Morley. "Er versteht genau, dass
seine Vision nur ein Teil dessen ist, was auf dem Laufsteg geschieht. Die
Interpretation des Publikums trägt ebenfalls dazu bei. Über seine erste Kollektion für Balenciaga zum Beispiel, eine Umgestaltung klassischer Formen mit den technologisch neuesten Stoffen, die von den Kritikern als Wangs Versprechen gelesen wurde, das Haus zu modernisieren, sagt er: "Die Leute denken sie wissen, worum es dir geht, sie machen sich
im Voraus eine Vorstellung von dir. Ich glaube, dass die Kollektion völlig anders interpretiert worden wäre, wenn ein
Designteam aus dem Haus sich am Schluss verbeugt hätte. Das Publikum hatte vorgefertigte Erwartungen und es las in mich hinein, was es sah.""