
In
Tasmanien, noch hinter Australien, hat David Walsh, ein Spieler-Millionär, ein
Kunstmuseum eröffnet, das der Knaller der Saison für
Kunstliebhaber aus der ganzen Welt ist. Tony Perrottet hat sich zu einer Besichtigungstour der besonderen Art
aufgemacht: alle Besucher sind
nackt. "wenn man sich schon mit Sex und Tod konfrontiert - oder wenigstens mit der jüngsten künstlerischen Beschreibung davon - dann kann man es genauso gut nackt tun. Diese Ansicht wurde mir fröhlich von einer jungen, frischen Mitarbeiterin verkündet, als ich im MONA ankam und feststellte, dass nachmittags eine 'Nudistentour' angeboten wurde. Offenbar sollten die Teilnehmer in einem Zustand, den die Natur vorgesehen hat, durch die unterirdisch gelegenen Ausstellungen eskortiert werden. Der
Führer würde auch nackt sein, natürlich. Sogar die Wächter würden nackt sein. Da viele Kunstwerke im MONA sich mit den intimen Arbeiten des menschlichen Körpers auseinandersetzen, würde die Beteilung nackter Besucher ganz sicher auf einem
erhöhten Level stattfinden, sagte die Mitarbeiterin. 'Natürlich ist die Tour seit Wochen ausgebucht', meinte die Mitarbeiterin schulterzuckend, 'aber ich kann Ihren Namen auf die Warteliste setzen.'" Es klappte...
Außerdem:
Reiseschriftsteller Paul Theroux überlegt, warum ausgerechnet die Menschen auf
Hawaii, wo er seit über 20 Jahren lebt, keine Lust haben, mit einem
Fremden zu reden.