9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

Kulturmarkt

346 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 35

9punkt - Die Debattenrundschau vom 07.05.2026 - Kulturmarkt

Uli Black ist selbst Autor im Selbstverlag und hat gerade einen Roman publiziert, den er unter die Leute bringen will. In der FAZ schreibt er einen etwas zwiespältigen Artikel über die Szene der Booktokerinnen, der Instagramerinnen (scheint eine ganz andere Szene zu sein) und die seit langem existierende Plattform "Lovelybooks". Diese Szenen bescheren der Verlagsbranche kräftige Umsätze mit den Genres "New Adult", "Young Adult", "Romantasy" und wie sie alle heißen. Er selbst ist nach mehreren Versuchen auch von einigen Instragramerinnen erhört worden und darum ganz bezirzt. Dennoch schreibt er auch über Manipulationen in dem Business. "Im Netz bieten Marketing-Agenturen ganz offen an, Rezensionen gegen Bezahlung zu 'organisieren'. Für rund 1.000 Euro gibt es beispielsweise ein Paket aus 20 Bewertungen bei Amazon und 30 auf Lovely Books (natürlich alle mit 5 Sternen). Wer mehr zahlt, bekommt auch mehr, nach oben offen. Auf meine Nachfrage bei einer Agentur nach der Rechtmäßigkeit, folgt nur ein lapidarer Satz: 'Das machen alle so.'"
Stichwörter: Influencer, Booktok, Instagram

9punkt - Die Debattenrundschau vom 29.04.2026 - Kulturmarkt

So ganz gleichgültig hat der Auszug von mehr als 250 Autoren aus dem Verlag Grasset den rechtsextremen Eigentümer Vincent Bolloré dann doch nicht gelassen, freut sich im Interview mit dem Tagesspiegel die Schriftstellerin Anne Berest: "Er hat sich am darauffolgenden Wochenende in der Sonntagszeitung Le Journal du Dimanche (JDD), die ihm selbst gehört, geäußert. Auf seinen Text folgte ein Artikel eines rechtsextremen Autors, mit einer Passage, in der Olivier Nora explizit als 'jüdisch' bezeichnet wurde. In der jüngsten Ausgabe des JDD erschien nun ein Artikel, in dem unsere WhatsApp-Unterhaltung wiedergegeben wurde, was gesetzlich verboten ist. Bollorés Reaktion zeigt eine erste Schwachstelle. Als er in den vergangenen Jahren die Sender Canal+ und später i-tele (heute CNews) und das JDD gekauft hat, reagierte er nie auf die Kritik und die Streiks, die folgten. Diesmal konnte er vielleicht nicht mehr schweigen, die Vorgänge waren einfach zu gewaltig."
Stichwörter: Grasset, Bollore, Vincent

9punkt - Die Debattenrundschau vom 25.04.2026 - Kulturmarkt

Dass der Eklat um den Verlag Grasset (unsere Resümees) keine Petitesse aus der Pariser Verlagsszene ist, macht Daniel Steinvorth in der NZZ klar: "Vincent Bolloré ist Frankreichs mächtigster Medienmanager. Er hat eine Vielzahl von Sendern, Zeitungen und Verlagen unter seiner Kontrolle. Dazu zählen der Verlagsriese Hachette, dem auch Grasset gehört, CNews, der meistgesehene Fernsehsender des Landes, der Radiosender Europe 1 oder das einflussreiche Journal du Dimanche." Selten wird der religiöse Aspekt am Rechtspopulismus wahrgenommen, umso verdienstvoller, dass Steinvorth auch diesen beleuchtet. Unter Bezug auf die katholische Zeitung La Croix erzählt er, wie sich um Bolloré seit Jahren ein katholischer Mikrokosmos gebildet hat. "In dessen Zentrum stehe ein traditionalistischer Priester, Abbé Gabriel Grimaud, der als geistlicher Berater wirke, religiöse Aktivitäten organisiere und im Hintergrund an den spirituellen Programmen im Bolloré-Netzwerk mitarbeite. So soll Grimaud etwa die Sendung 'Dieu merci!' auf Direct 8 geprägt haben, in der bewusst Themen aufgegriffen wurden, über die in der Amtskirche kaum noch gesprochen werde - Engel, Sünde, Hölle und Teufel." Der Katholizismus soll gleichzeitig auch als Schmiermittel für eine Annäherung der bürgerlichen und der extremen Rechten fungieren, so Steinvorth.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 24.04.2026 - Kulturmarkt

Auch die Schriftstellerin Virginie Despentes hat den Verlag Grasset verlassen, nachdem der Eigentümer, der rechtsextreme Milliardär Vincent Bolloré, den Grasset-Verleger Olivier Nora rausgeschmissen hatte. Ein gutes Beispiel dafür, wie zerstritten Frankreich zur Zeit ist. Aber eigentlich ist das nichts besonderes, meint Despentes im Interview mit der SZ: "Ich glaube, ein Teil des Landes ist tatsächlich bereit für die extreme Rechte oder fühlt sich mit ihr wohl. Während ein anderer Teil dagegen aufsteht. Das passt gut zu unserer Geschichte, wir hatten immer wieder solche Momente. Denken Sie an 1981, als François Mitterrand gewählt wurde. Ich war alt genug, um das mitzuerleben: Ein Teil des Volkes war richtig angewidert. Genau da liegt der Denkfehler von Leuten wie Bolloré. Die glauben, es sei typisch französisch, Andersdenkende zum Schweigen zu bringen. Klar, im Zweiten Weltkrieg gab es eine faktische Unterdrückung Andersdenkender. Aber das hat uns Franzosen nicht daran gehindert, uns tief zu spalten in ein Lager, das die deutschen Besatzer akzeptierte, und eines, das vehement dagegen war. Wir waren schon immer ein sehr polarisiertes Land. Ich habe immer hier gelebt, mir erscheint das also normal."
Stichwörter: Despentes, Virginie, Grasset

9punkt - Die Debattenrundschau vom 23.04.2026 - Kulturmarkt

Nach der Entlassung des französischen Grasset-Verlegers Olivier Nora durch den rechtsextremen Tycoon Vincent Bolloré verließen auch rund 200 Grasset-Autoren jeder politischen Couleur den Verlag  (unser Resümee). In der SZ begründet Bernard-Henri Levy seinen Abgang: "Diese lebendige Vergangenheit lasse ich nun hinter mir. Nie mehr, so stelle ich es mir vor, werde ich die alte Holztreppe hinaufsteigen, die vor mir schon François Mauriac und Marcel Proust gegangen sind. Und dieser Gedanke erfüllt mich mit bodenloser Traurigkeit. Was mich dagegen tröstet, ist die schöne Welle der Solidarität, die auf diese in ihrer Brutalität beispiellose Absetzung gefolgt ist. Ich freue mich darüber zunächst für ihn, für Olivier Nora. (...) Ich freue mich aber auch über diesen Aufstand des Gewissens - mein Freund, der katholische Philosoph Maurice Clavel, der in meinen Anfängen eine der prägenden Seelen des Hauses war, hätte gesagt: einen Aufstand der Geister und des Geistes -, gegen etwas, das sehr nach einer Machtübernahme und einem Akt der Revanche aussieht."

"Die Schlacht ist verloren. Grasset ist tot. Bolloré hat ihm den Todesstoß versetzt", meint Pascal Bruckner nach seinem Grasset-Abgang im Interview mit der Welt: "Es ist übrigens ein zweiter Tod. Der Verlagsgründer Bernard Grasset hatte während der deutschen Besatzung kollaboriert. Ihm drohte die 'nationale Unwürde' (indignité nationale). Irgendjemand fand, dass es schade sei um den Verlag, und rettete ihn. Es gehört zur Ironie der Geschichte, dass es Bolloré gelingt, woran Bernard Grasset gescheitert ist. Bolloré ist nicht kultiviert. Er liest nicht. Bücher interessieren ihn nicht. Was er will, ist die Macht. Deshalb hat er die russische Journalistin Xenia Fedorova seinem Sender CNews, Europe 1 und dem Verlag Fayard aufgedrückt. Es heißt, sie sei seine Mätresse. Sie ist die Stimme Putins, Bolloré ist Putins Strohmann. Es geht nicht um Christentum, es geht nicht um Immigration. Es geht um Putin." Über Boualem Sansal, dessen Streit mit Nora der Auslöser für den ganzen Schlamassel gewesen sein soll (unsere Resümees), sagt er: "Ich fürchte, Boualem ist instrumentalisiert worden und sein Buch könnte, weil es bei Grasset erscheint, von den Buchhändlern boykottiert werden."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 21.04.2026 - Kulturmarkt

Der Eklat um den Pariser Verlag Grasset, dessen Verleger Olivier Nora vom rechtsextremen Besitzer Vincent Bolloré gefeuert wurde, zieht weitere Kreise. 300 Autoren fordern nun eine "Gewissensklausel", die es Autoren ermöglicht, leichter aus ihren Verträgen herauszukommen, wenn ein Verlag politisch die Richtung wechselt. AFP zitiert, hier im Parisien aus dem, Papier: "Der Konzern, zu dem Hachette und Grasset gehören, bildet nun ein einheitliches Geflecht aus Medien, Verlagen und Plattformen, dessen ideologische Ausrichtung in der öffentlichen Debatte deutlich erkennbar ist. Diese bewusste Entwicklung findet weder im Arbeitsrecht noch im Urheberrecht ihren Niederschlag."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 20.04.2026 - Kulturmarkt

Der Streit nach dem Eklat um das Pariser Traditionshaus Grasset wird mit härtesten Bandagen geführt. Der rechtsextrem-katholische französische Medien- und Verlagstycoon Vincent Bolloré hat bekanntlich den Grasset-Verleger Olivier Nora geschasst (unser Resümee). Daraufhin haben gut 200 Autoren erklärt, den Verlag zu verlassen. In seiner bereits gleichgeschalteten Sontagszeitung JDD antwortet Bolloré selbst, indem er Noras Gehalt offengelegt (Nora habe es sich trotz sinkender Gewinne von 830.000 auf 1 Million Euro erhöht), dann aber doch das angebliche Milieu attackiert, das sich gegen ihn wehrt. "Wie kann diese Angelegenheit, während die finanzielle und soziale Lage von Millionen Franzosen tatsächlich Anlass zur Sorge gibt, dann so viel Aufsehen erregen? Ganz einfach, weil sie eine kleine Kaste betrifft, die sich für über alles und jeden erhaben hält, die sich gegenseitig Positionen zuschanzt und stützt und die dank ihrer Fähigkeit, mediales Getöse zu erzeugen, vielen Angst einflößt." Bolloré lässt außerdem den rechtsextremen Autor Pascal Meynadier schreiben, der mit virtuos platzierten antisemitischen Akzenten Noras Herkunft aus exquisiten jüdischen Kreisen schildert.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 17.04.2026 - Kulturmarkt

Der bretonische und rechtsextreme Tycoon Vincent Bolloré hat in Frankreich eine Menge Medien und Verlage gleichgeschaltet und auf seine Linie gebracht, darunter das Journal du dimanche, den Infosender CNews und das Verlagshaus Fayard. Mit Hachette besitzt er das drittgrößte Verlagshaus der Welt. Aber bei Grasset (unser Resümee) ist er auf eine unerwartete Reaktion gestoßen, konstatiert Michel Guerrin in Le Monde, nicht weil fast 200 Autoren den Verlag verlassen wollen, sondern weil diese Autoren politisch aus komplett unterschiedlichen Ecken kommen. Gewiss, "die Zukunft von Grasset, einem 1907 gegründeten Verlag, der Autoren wie Mauriac, Kafka oder Thomas Mann herausgebracht hat, ist ungewiss. Zweifellos ist es Vincent Bolloré egal, ob der Verlag untergeht, da er vor allem darauf aus ist, einen Teil der Literaturszene und der Autoren zu bekämpfen, die er als 'parisianistisch' und seinem politischen Projekt feindlich gesinnt ansieht, wobei er die Präsidentschaftswahlen 2027 im Visier hat. Er hat zwei Obsessionen: Identität und Souveränismus. Aber Vincent Bolloré scheint bei der Operation Grasset in einem wesentlichen Punkt gescheitert zu sein: dem Spalten der Literaturszene. Es sind nicht die linken Autoren, die gehen, und die rechten, die bleiben. Alle schlagen die Tür hinter sich zu. Man hätte nicht erwartet, am Ende des offenen Briefes gegen ihn die Namen von Virginie Despentes und Bernard-Henri Lévy, von Pascal Bruckner und Sorj Chalandon, von Laurent Binet und Jean-Paul Enthoven zu sehen." Wobei noch die Frage wäre, ob sich Lévy, Bruckner oder Enthoven als "rechts" lesen.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 16.04.2026 - Kulturmarkt

Der katholisch-fundamentalistische und rechtsextreme Tycoon Vincent Bolloré feuert den Verleger Olivier Nora, der seit zwanzig Jahren den Pariser Verlag Grasset leitet. Der Verlag, in dem Bernard-Henri Lévy, Caroline Fourest, Virginie Despentes, Pascal Bruckner und viele andere bekannte Autoren publizieren, soll künftig von einem Bolloré nahestehenden Manager geleitet werden. Nach Fayard wäre dies das zweite einst renommierte Haus, das von Bolloré in seinem Sinne gleichgeschaltet wird. Im französischen Verlagswesen kommt diese Entlassung einem Erdbeben gleich, schreibt Valérie Marin La Meslée in Le Point. "Sie ist noch nicht offiziell bestätigt, soll aber eine indirekte Folge der Aufnahme von Boualem Sansal in den Verlagskatalog von Grasset sein. Olivier Nora hatte das Buch von Sansal zwar bereits eingeplant, der einen Monat zuvor mit seiner Entscheidung, seinen Verlag Gallimard zu verlassen, die Verlagswelt verblüfft hatte, doch der Grund für den Zorn von Vincent Bolloré soll im vorgesehenen Erscheinungstermin gelegen haben: Sansal betonte in jedem Interview - und davon gab es in letzter Zeit eine Menge -, dass sein Buch nach einem Jahr Haft in Algerien bereits fertig sei. Nora wollte es aber erst im November veröffentlichen, zum ersten Jahrestag von Sansals Freilassung..." Lévy hat auf Twitter bereits angekündigt, Nora folgen zu wollen. Fourest kommentiert: "Diese Entlassung ist ein Wendepunkt, einer zuviel. Und ein besorgniserregendes Signal."

Sansal selbst bestreitet in einem Gespräch mit dem Fernsehsender TV5, dass er der Grund für den Weggang Noras sei: "Er hat mir selbst eine lange Mail geschrieben, in der er sagt, dass ich nichts damit zu tun habe." Auf die Frage, ob er jetzt ebenfalls den Verlag verlassen werde, antwortet er: "Ich bin doch gerade erst angekommen." Auf die Frage, ob ihm tatsächlich eine Million Euro für sein neues Buch angeboten worden seien, verweigert er die Antwort. Sansal redet in dem Interview auch noch mal über die Umstände seiner Begnadigung: "Als ich gehört habe, dass der deutsche Präsident auf meine Begnadigung hinwirkt, habe ich als erstes an den algerischen Präsidenten Tebboune geschrieben, um ihm zu sagen, dass ich alle Gnadenerweise ablehne. Ich will einen neuen Prozess. Das bisherige Urteil ist nicht gültig, ich konnte ja nicht mal meinen Anwalt sehen. Also lassen Sie uns neu anfangen, sage ich zu Tebboune. Beschuldigen Sie mich aller Taten, die Ihnen einfallen, aber lassen Sie meinen Anwalt kommen und ihn seine Arbeit machen... Ich wollte einen öffentlichen Prozess mit internationalen Beobachtern."

115 Autoren haben in einem offenen Brief erklärt, den Verlag Grasset verlassen zu wollen, meldet Franceinfo. Neben den oben genannten gehören Sorj Chalandon, Frédéric Beigbeider, Alain Minc, Vanessa Springora und Raphaël Enthoven dazu. "Noras Ausscheiden markiert eine neue Etappe in der Umstrukturierung der Verlage unter der Kontrolle von Hachette Livre, der Nummer eins im französischen Verlagswesen und Nummer 3 weltweit, die in den letzten Jahren von Vincent Bolloré vorangetrieben wurde."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 01.04.2026 - Kulturmarkt

Der Verlag Penguin Random House verklagt Open AI, die Mutterfirma von Chat-GPT, berichtet Andrian Kreye in der SZ. Der Verlagsjustiziar Rainer Dresen konnte die KI durch wenige Aufforderungen dazu bringen, eine Version des Kinderbuchs "Der kleine Drache Kokosnuss im Weltraum" zu erstellen, das dem Original ziemlich ähnlich ist, "der eindeutige Hinweis, dass Ingo Siegners Drache in den Trainingsdaten von Chat-GPT liegt." Sogar die KI selbst weiß, dass da rechtlich etwas schiefläuft, so Kreye: "Auf die Nachfrage, ob das urheberrechtlich in Ordnung sei, war die KI sehr klar: Juristisch im Detail identifizierte Chat-GPT sein eigenes Werk als Verstoß gegen die geltenden Gesetze. Wie denn ein deutsches Gericht entscheiden würde, fragte Dresen die KI, und begann eine juristische Debatte. Ein deutsches Gericht würde sicherlich im Sinne des Autors entscheiden, so die Antwort der KI. Auch der Europäische Gerichtshof würde sich wohl anschließen. Auf die Frage, ob man dann Forderungen stellen könnte, antwortete der Chatbot: 'Ja, absolut, wenn man akzeptiert, dass Kollateralschäden vorhersehbar sind, sie systematisch auftreten (nicht als Einzelfehler), und sie bewusst in Kauf genommen werden, dann greift ein sehr alter, sehr stabiler Grundsatz aus Recht und Ethik: Wer Nutzen zieht, trägt Verantwortung für die verursachten Schäden.'"

Jan Wiele sieht das in der FAZ genauso: "Wer urheberrechtlich geschützte Werke nutzt, muss für transparente, faire und lizenzierte Lösungen sorgen", zitiert er Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. "Dieser Einschätzung ist unbedingt zuzustimmen", meint Wiele. "Als erste Klage dieser Art, mit der in Deutschland ein Buchverlag gegen einen KI-Anbieter vorgeht, hat sie Vorbildcharakter. Und sie hat selbst ein Vorbild in der Klage der Musikverwertungsgesellschaft GEMA gegen Open AI, bei der im vergangenen November das Landgericht München entschieden hatte, dass ChatGPT die Urheberrechte von Liedtextern durch unlizenzierte Verwertung ihrer Songtexte verletzt habe. Open AI wurde zu Schadenersatz verurteilt."