Viel Kritik musste
Petra Kahlfeldt seit ihrer Ernennung zur neuen Berliner Senatsbaudirektorin einstecken, in einem Offenen Brief wurde eine
Neubesetzung des Postens gefordert, Kahlfeldt wird Konservatismus und Ästhetisierung baukultureller Fragen vorgeworfen. (
Unsere Resümees). "Ich komme ja von Haus aus der
Transformationsecke", sagt Kahlfeldt gegenüber Niklas Maak in der
FAZ: "Geprägt habe sie die Idee der
behutsamen Stadterneuerung; sie ist auch bei ihren Kritikern als Expertin für Bestandssanierungen anerkannt. Was Kahlfeldt zum Bauen selbst sagt, könnten erst einmal auch ihre Kritiker unterschreiben: dass es 'absolut unökologisch' sei, 'in Amortisationszyklen und in
Abrisszyklen zu denken'; und dass 'die Idee des langlebigen und qualitativ hochwertigen Bauens zentral sein muss'. Scheitert diese Idee nicht schon an der Bodenspekulation? 'Boden ist keine vermehrbare Ressource, die ist knapp. Es sind die Grundstücke da, es ist die Infrastruktur da, und trotzdem wird nicht gebaut', sagt Kahlfeldt: 'Das ist
unsolidarisch. Es kann nicht sein, dass jemand von dieser Knappheit profitiert. Hier sollte etwas passieren.' Aber was? 'Es gab schon die Überlegung zu sagen, die
Baugenehmigung gilt nur drei Jahre. Oder sie erlischt beim Wiederverkauf. Da bewegen wir uns aber auf juristisch dünnem Eis.'"