Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama. Lilach Schuster hat alles: ein Haus mit Pool im Herzen des Silicon Valley, einen erfolgreichen Ehemann und das Gefühl, angekommen zu sein in einem Land, in dem man sich nicht in ständiger Gefahr wähnen muss wie in ihrer Heimat Israel. Doch dann stirbt auf einer Party ein Mitschüler ihres Sohnes Adam. Je mehr Lilach über die Umstände des Todes erfährt, desto größer wird ihr Unbehagen: Ist es möglich, dass Adam irgendwie damit in Verbindung steht?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.01.2022
Für Rezensentin Alexandra Föderl-Schmidt ist Ayelet Gundar-Goshen ein literarisches Talent aus der Generation jüngerer israelischer Autoren und Autorinnen. Gundar-Goshens neuer Roman überzeugt die Rezensentin mit vielschichtigen Figuren und seiner tiefen Kenntnis familiärer Verwerfungen unter dem Eindruck von Alltagsrassismus und Antisemitismus im Westen der USA. Wie nicht religiöse Juden in der amerikanischen Gesellschaft mit und nach Trump leben, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind, welche Ängste sie haben und wie sie sich dagegen schützen, macht der Text laut Rezensentin gut nachvollziehbar. Die Handlung wird von der Autorin prägnant entwickelt, verspricht sie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2021
Rezensentin Christiane Pöhlmann ist begeistert von Ayelet Gundar-Goshens Roman. Die Vielschichtigkeit des Textes um einen behüteten jüdischen Teenager und den rätselhaften Tod eines schwarzen Mitschülers erstaunt sie. Mehr als ein Thriller um Antisemitismus und Rassismus, mehr als die Geschichte einer Mutter-Sohn-Beziehung ist der Roman für sie durch die Fragen über stereotype Wahrnehmungen, Opfer- und Täterzuschreibungen, die er aufwirft. Dass die Autorin dem Leser damit einiges zutraut und ihn auch für mündig genug hält, zwischen Autorin und Figurenmeinung zu unterscheiden, gefällt Pöhlmann gut.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.07.2021
Ein toller Wirtschaftsspionage-Krimi, ruft Rezensentin Sigrid Brinkmann. Autorin Ayelet Gundar-Goshens erzähle kühl und dennoch "ungemein feinfühlig" von einer jüdischen Familie im Silicon-Valley, deren Sohn in eine Gruppe hineingezogen wird, die Nahkampftraining für israelische Jugendlicher durch einen gescheiterten Brigadegeneral anbietet. Während der Mutter das ganze nicht geheuer ist, ist der Vater, der Software für Waffen entwickelt, begeistert, lesen wir. Ein berührendes "Eltern-Kind-Drama", das bis zum Schluss spannend bleibt, urteilt Brinkmann zufrieden.
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