Die deutsche Romantik gilt gemeinhin als Überwindung der abstrakten Ich-Philosophie Fichtes. Dieses weitverbreitete Muster differenzierend beweist die vorliegende Studie, dass das philosophische, naturwissenschaftliche und poetische Werk des Novalis auf genau diejenigen Probleme des Subjektdenkens antwortet, die Fichte zu einer Vertiefung seines eigenen Ansatzes bewegt haben. Kongenial greift Novalis Fichtes transzendentalen Ansatz seines Lehrers auf und nimmt damit zugleich in einigen Punkten dessen späte Wissenschaftslehre vorweg. Der Romantiker par excellende ist ein Fichteaner.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2001
Ernst-Peter Wieckenberg zeigt sich sehr beeindruckt von dieser Studie. Das fällt ins Gewicht, weil er sich ganz offensichtlich auskennt im "romantisierenden Diskurs". Die Dissertation, schreibt er, stelle die Frage nach der Beeinflussung Novalis` durch Fichte neu und finde stringente Antworten. Von der Rekonstruktion des Fichteschen Denkens über die "textnahe Lektüre" der philosophischen und wissenschaftlichen Aufzeichnungen Friedrich von Hardenbergs und eine "eindringliche Interpretation" seiner beiden Romane bis hin zur Aufdeckung eines Novalis wie Fichte betreffenden Sprachproblems verfolgt Wieckenberg den Aufbau der Arbeit. - Und findet alles - auch stilistisch - überzeugend dargelegt.
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